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"Hoffe, dass wir bald gut einkaufen können!"

Britta Witte (CDU) Fotos: archiv
 
Birgit Heilmann (Grüne)

Fünf Fragen an fünf Politiker: Jesteburgs Fraktionsspitzen beziehen Position im WOCHENBLATT-Interview.

mum. Jesteburg. Mit dem Ende der Sommerferien erwacht auch das politische Leben in Jesteburg. Das WOCHENBLATT nimmt dies zum Anlass, bei den fünf Parteien nachzufragen, welche Themen für sie relevant sind. WOCHENBLATT-Redakteur Sascha Mummenhoff sprach mit den Fraktionsspitzen Britta Witte (CDU), Birgit Heilmann (Grüne), Helmut Pietsch (SPD) sowie mit Hansjörg Siede (UWG-Vorsitzender) und Philipp-Alexander Wagner (FDP). Den Auftakt machen Witte und Heilmann.

WOCHENBLATT: Welches politische Thema hat Sie lokal in den vergangenen sechs Monaten besonders bewegt?
Britta Witte: Der Abschluss des Bebauungsplans "Am Brettbach" (Famila). Ich hoffe sehr, dass wir nun in absehbarer Zeit auch in Jesteburg gut einkaufen können.
Birgit Heilmann: Den Spagat zu meistern, auf der einen Seite in Jesteburg ein größeres Angebot an vielfältigem Wohnraum zu schaffen und auf der anderen Seite die dörfliche Struktur zu erhalten. Bei der zukünftigen Veränderung von Bebauungsplänen zur Innenverdichtung den Charakter des Ortes nicht zu verlieren.

WOCHENBLATT: Welche politischen Mitbewerber haben Sie am meisten überrascht - oder verärgert?
Witte: Überraschen könnte man mich höchstens positiv. Das ist in letzter Zeit nicht geschehen.
Heilmann: Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich nicht in den Kategorien von Gegnerschaft denke, deshalb passt Mitstreiter oder Mitbewerber bei der Suche nach guten Entscheidungen besser. Überrascht und verärgert hat mich am meisten die UWG, da ich das ursprüngliche Anliegen von Herrn Siede, die Bürger auf seiner Webseite umfassend und neutral zu informieren und damit mehr Transparenz und Motivation für Politik zu erzeugen, sehr geschätzt habe. Teilweise wird dieser Anspruch noch eingelöst, teilweise wird die gute Idee durch unsachliche Diffamierung des politischen "Gegners" diskreditiert.

WOCHENBLATT: Auf welches Ergebnis aus der Ratsarbeit sind Sie besonders stolz?
Witte: Stolz ist etwas hochgegriffen. Ich sehe in erster Linie auf den Bauausschuss und da freue ich mich, dass so viele Projekte die wir durch Änderungen der B-Pläne möglich gemacht haben, nun auch entstehen. In der Ortsmitte herrscht rege Bautätigkeit und die neuen Objekte werden den Ort bereichern.
Heilmann: Manche Ergebnisse aus früheren Jahren werden jetzt erst sichtbar, so das Wohn- und Geschäftshaus auf dem Clement-Grundstück, und manche Ergebnisse aus den letzten Monaten werden erst zukünftig sichtbar werden, so die Maßnahmen im Bereich der Städtebauförderung, die neue Fußgängerampel oder auch der Bau bezahlbarer Mietwohnungen. Weniger stolz als froh bin ich, in den letzten sechs Monaten in verschiedenen Konfliktsituationen deeskalierend gewirkt und konstruktive Lösungen befördert zu haben, etwa bei der Umverteilung der Flüchtlinge, beim Erhalt der zweiten Waldkitagruppe, bei der Betreiberfrage für den Wochenmarkt und bei der Entwicklung in Itzenbüttel (wo der Prozess noch nicht beendet ist).

WOCHENBLATT: Welches Thema wird nach der Sommerpause von besonderer Bedeutung für Jesteburg?
Witte: Von besonderer Bedeutung wird der Wohnungsbau mit Hilfe der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, die Planungen für Wohnen und Gewerbe auf dem jetzigen Reitgelände und die Weiterentwicklung unserer Kindertagesstätte bzw. der Grundschulen der Samtgemeinde.
Heilmann: Die Konsolidierung der Finanzen, die Entwicklung bei den Kitas, Ganztagsschule, Entwicklung Reitplatzgelände, Schwimmbadsanierung und Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer

WOCHENBLATT: Wie geht es im Fall von Henning Oertzen weiter? Wird er Gemeindedirektor?
Witte: Es gibt keinen "Fall" Oertzen. Nachdem Anfang August die Neu-Organisation der Aufgabenverteilung Samtgemeinde/Gemeinde beraten wurde, werden wir umgehend gemeinsam mit Herrn Oertzen alles Weitere besprechen.
Heilmann: Ich bin sicher, dass es für alle Beteiligten zu einer guten Lösung kommen wird.

WOCHENBLATT: Danke für das Gespräch.