Ehrenamtliche für KidsAnker gesucht
Halt geben, wenn das Leben schwankt

Das Team von KidsAnker bestehend aus (v. li.) Florian Rzeppa, Janine Ratai und Sandra Schlabbach sucht noch dringend Ehrenamtliche  | Foto: pm
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  • Das Team von KidsAnker bestehend aus (v. li.) Florian Rzeppa, Janine Ratai und Sandra Schlabbach sucht noch dringend Ehrenamtliche
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Ein Anker gibt Halt – gerade dann, wenn das Leben ins Wanken gerät. Für Familien mit unheilbar kranken Kindern ist der Alltag oft geprägt von Sorgen, emotionaler Belastung und Erschöpfung. Genau hier setzt der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst KidsAnker in, Trägerschaft der Elbdiakonie, an. Seit der Gründung 2018 in Hamburg und mit einer weiteren Zweigstelle in Elstorf bietet KidsAnker mit viel Herzblut Lebensbegleitung für Familien – nicht nur für die Kinder, sondern für das gesamte Familiensystem. Um den Bedarf weiterhin decken zu können, sucht das Team von KidsAnker jetzt dringend mehr Ehrenamtliche, die den Kurs zum Kinderhospizbegleiter absolvieren und im Anschluss wertvolle Arbeit leisten wollen.

"KidsAnker" mit neuer Zweigstelle in Elstorf

Lebensbegleitung

„Wir sprechen bewusst von Lebensbegleitung“, erklärt Janine Ratai, Leiterin und Mitbegründerin von KidsAnker. „Denn unser Fokus liegt darauf, das Leben in den Mittelpunkt zu stellen.“ Die gelernte Fachkinderkrankenschwester für Onkologie und Palliative Care weiß aus Erfahrung: Familien mit einem schwer erkrankten Kind stehen vor unzähligen Hürden – organisatorisch, emotional und sozial. Unterstützung gibt es bei KidsAnker deshalb auf vielen Ebenen: von Gesprächsangeboten über Hilfe bei Anträgen bis hin zur Freizeitgestaltung für Geschwisterkinder, die oft zu kurz kommen, wenn sich alles um das erkrankte Kind dreht. Auch Familien, in denen ein Elternteil erkrankt ist, finden Unterstützung bei KidsAnker.

Das Ehrenamt erfordert keine medizinischen Vorkenntnisse. „Wichtig sind Empathie, Verlässlichkeit und ein respektvoller Umgang“, so Sandra Schlabbach, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Menschen ab 18 Jahren sind herzlich willkommen – lediglich Personen, die aktuell selbst einen Trauerfall verarbeiten, sind ausgenommen. Der Kurs zum Kinderhospizbegleiter umfasst mehr als 100 Stunden, vermittelt wird dabei Wissen über Trauerbegleitung, Kommunikation, Krisenintervention und mehr. Auch ein Erste-Hilfe-Kurs ist Teil der Ausbildung, genau wie Fachvorträge von Ärzten und Therapeuten.

Nicht jeder traut sich, direkt mit den Familien zu arbeiten – das ist bei KidsAnker kein Hindernis. Auch organisatorische Hilfe im Hintergrund ist willkommen. „Wer sich einbringen will, findet bei uns immer einen Platz – sei es bei Veranstaltungen, administrativ oder einfach als helfende Hand“, erklärt Florian Rzeppa. Der gelernte Kinderkrankenpfleger kam selbst zunächst über das Ehrenamt zu Kids-Anker und ist von seiner Arbeit überzeugt: „Die Zukunft ist ambulant. Krankenhäuser und stationäre Hospize stoßen an Grenzen – wir bieten Familien Hilfe zu Hause, dort, wo sie gebraucht wird.“

Das Team von KidsAnker bestehend aus (v. li.) Florian Rzeppa, Janine Ratai und Sandra Schlabbach sucht noch dringend Ehrenamtliche  | Foto: pm
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Aktuell begleiten rund 50 Ehrenamtliche die Familien, deren Anliegen ganz unterschiedlich sein können: mal geht es um das kranke Kind, mal um das Geschwisterkind, manchmal um eine Auszeit für die Eltern. „Wir schauen genau hin: Was braucht die Familie gerade? Wer passt gut zueinander?“, so Janine Ratai. Das passende „Match“ zu finden sei ein zentraler Baustein. Auch regelmäßige Schulungen, Supervisionen und Treffen unter Ehrenamtlichen sind fester Bestandteil der Arbeit bei KidsAnker. „Das Bild dieses Ehrenamtes ist oft veraltet – wir zeigen, dass es auch jung, fröhlich und lebensnah sein kann“, betont Sandra Schlabbach. „Wir möchten das Thema aus der Tabuzone holen. Die Familien leben trotz Krankheit ganz normale Leben – auch mit schönen Momenten und den üblichen Alltagsproblemen.“
Die Angebote von KidsAnker sind für Familien kostenfrei – und auch nach dem Tod eines Kindes endet die Begleitung nicht automatisch. Zwar tragen die Krankenkassen die Kosten nur bis zum Lebensende des Kindes, doch auch in der „Zeit danach“ ist KidsAnker da. Hierfür ist das Team auf Spenden angewiesen. „Gerade in der Trauerphase dürfen wir die Familien nicht allein lassen“, erklärt Sandra Schlabbach. Deshalb bleibe KidsAnker auch nach dem Verlust verlässlich an der Seite der Betroffenen.Ehrenamtliche gesucht
– Kurs startet im JuniUm dem stetig wachsenden Bedarf gerecht zu werden, sucht KidsAnker aktuell wieder ehrenamtliche Kinderhospizbegleiter südlich der Elbe: von Winsen bis Stade. Ziel ist es, Begleiter möglichst wohnortnah einzusetzen, damit lange Fahrtwege entfallen. Der nächste Ausbildungskurs startet am Mittwoch, 25. Juni, Anmeldeschluss ist der 13. Juni. Interessierte können sich per E-Mail an kids.anker@elbdiakonie.de oder telefonisch unter 040-593 614 222 bei Florian Rzeppa melden, um Infos zu erhalten.
Wer sich vorstellen kann, einen Teil seiner Zeit zu schenken, um einen Unterschied zu machen, ist bei KidsAnker genau richtig. Denn jeder Anker zählt – besonders dann, wenn das Leben in schweres Fahrwasser gerät. https://www.elbdiakonie.de/stations?station=kidsanker Um dem stetig wachsenden Bedarf gerecht zu werden, sucht KidsAnker ehrenamtliche Kinderhospizbegleiter südlich der Elbe: von Winsen bis Stade. Ziel ist es, Begleiter möglichst wohnortnah einzusetzen, damit lange Fahrtwege entfallen. Der nächste Ausbildungskurs startet am Mittwoch, 25. Juni, Anmeldeschluss ist der 13. Juni. Interessierte können sich per E-Mail an kids.anker@elbdiakonie.de oder telefonisch unter 040-593 614 222 bei Florian Rzeppa melden, um Infos zu erhalten. Ehrenamtliche gesucht

Das Team von KidsAnker bestehend aus (v. li.) Florian Rzeppa, Janine Ratai und Sandra Schlabbach sucht noch dringend Ehrenamtliche  | Foto: pm
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Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf

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