Mutation nur einen Schritt vom Menschen entfernt
Vogelgrippe-Ausbruch im Landkreis Stade

In Nordkehdingen wird wegen der Geflügelpest ein Sperrbezirk eingerichtet | Foto: Adobe Stock/kranidi
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Beim ersten Spatenstich für die Sanierung des Apartmenthauses: Stefan Klautzsch (2. v. re.), Mitglied der Geschäftsführung der Kommandantendeich Betriebsgesellschaft mbH, sowie (v. li.) Salzhausens Bauamtsleiter Marc Wedemann, Bürgermeisterin Bianca Tacke und Bauunternehmer Gerd-Rainer Mahnke | Foto: ce
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Ende der Sommerzeit 2026
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Panorama

HVV-Papier enthüllt das ganze Drama
Bahnstrecken-Sperrung in Hamburg: Keine zusätzlichen S-Bahnen und keine Ersatzbusse

Das WOCHENBLATT hatte am Montag dieser Woche (19. Oktober) als erste Zeitung über die bevorstehende  vierwöchige Sperrung der Bahnstrecke von Harburg zum Hamburger Hauptbahnhof für sämtliche Regionalzüge berichtet (hier geht es zum Artikel: "Bahn-Chaos droht"). Erst nach Veröffentlichung des Online-Artikels im WOCHENBLATT gaben der HVV und die Bahn entsprechende Pressemitteilungen heraus. Wegen der Sperrung von Montag, 26. Oktober, bis Sonntag, 22. November, stehen Tausenden Pendlern aus den...

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Ein kräftiger Schlag, ein grimmiger Blick, dazu einer dieser unverwechselbaren Sprüche: Wenn Jesse Ihm aus Drochtersen in die Rolle von Bud Spencer schlüpft, darf es ordentlich zur Sache gehen. Seine Faust saust durch die Luft, der Gegner bleibt unsichtbar – und trotzdem wirkt die Szene wie aus einem der legendären Filme mit Bud Spencer und Terence Hill. Mit seinen nachgestellten Kampfszenen und Sprüchen begeistert der 27-Jährige inzwischen rund 20.200 Menschen auf TikTok. Beim Besuch in der...

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Das schwimmende LNG-Terminal "Energos Force" sticht erneut in See. Gerade erst nach langer Abwesenheit nach Stade zurückgekehrt, hieß es am Freitag (23. Oktober) schon wieder: Leinen los! Der knapp 300 Meter lange LNG-Koloss nimmt Kurs auf Rotterdam. Ende Oktober soll er zurück sein, verspricht die bundeseigene Deutsche Energy Terminal GmbH (DET). Hoffentlich klappt das diesmal. Denn als die „Energos Force“ Anfang 2025 Stade verließ, sollte sie ebenfalls bald zurückkehren. Aus dem kurzen...

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Am 1. November tritt Timo Röntsch sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde Seevetal an. Im Interview mit dem WOCHENBLATT spricht er über seine Vorbereitung, die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und darüber, was sich für die Bürger ändern soll. WOCHENBLATT: Wie haben Sie Ihre Wahl erlebt? Timo Röntsch: Die Wahl war für mich sehr bewegend. Ich bin den Seevetalern dankbar für ihr Vertrauen. Das Ergebnis zeigt, dass viele Veränderungen wünschen – etwa bei der Bürgernähe und im Umgang miteinander....

Panorama

Verkehr an der Osttangente Winsen
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Bei der Stadt Winsen gehen vermehrt Anfragen zur Ampelschaltung an der Osttangente im Bereich der Autobahnanschlussstelle ein. Die Stadtverwaltung erläutert deshalb die genaue Funktionsweise der dortigen Lichtsignalanlagen entlang der Kreisstraße 84 zwischen der Benzstraße und dem Ilmer Weg. Die insgesamt fünf Ampelanlagen arbeiten verkehrsabhängig und schalten nicht nach einem starren Zeitplan. An den Masten sind Videokameras angebracht, die erfassen, ob Fahrzeuge aus Nebenstraßen an der...

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Lückenschluss beschlossen
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Die Planungen für den Lückenschluss des Radwegs zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf gehen in die nächste Phase. Der Verwaltungsausschuss der Hansestadt Buxtehude hat den Entwurf des Bebauungsplans Ketzendorf Nr. 2 gebilligt und die öffentliche Beteiligung beschlossen. Auf einer Länge von rund 525 Metern soll eine Lücke in der Radwegeverbindung zwischen Stade und Hamburg geschlossen werden. Der geplante Abschnitt liegt an der östlichen Stadtgrenze von Buxtehude nördlich der Bahnstrecke. Da...

Blaulicht
Die Feuerwehr bei den Löscharbeiten | Foto: Freiwillige Feuerwehr Hansestadt Buxtehude
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BMW brennt in Hedendorf
Feuerwehr verhindert Übergreifen auf Gebäude

Rund 45 Einsatzkräfte waren am Mittwochabend in Hedendorf im Einsatz. Ein BMW stand im Frontbereich in Flammen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf ein angrenzendes Gebäude verhindert werden. Ein brennender Pkw hat am Mittwochabend (21. Oktober) für einen größeren Feuerwehreinsatz in Hedendorf gesorgt. Um 20.07 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Hedendorf und Neukloster sowie der Einsatzleitwagen des 1. Zuges der Ortsfeuerwehr Buxtehude alarmiert....

Im Landkreis Stade ist die Geflügelpest ausgebrochen. Der hochansteckende Erreger der Vogelgrippe wurde in einem Hähnchenmastbetrieb in Wischhafen (Nordkehdingen) nachgewiesen. Auf Veranlassung des Kreis-Veterinäramtes wurden bereits am Wochenende zehntausende Hühner unter amtlicher Aufsicht tierschutzgerecht getötet.

In dem Betrieb finden jetzt umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen statt. Die Amtstierärzte des Landkreises Stade begleiten die Maßnahmen engmaschig. Landrat Kai Seefried hat am heutigen Montagvormittag eine Allgemeinverfügung mit Vorgaben für eine Schutzzone (drei Kilometer um den Betrieb) und eine Überwachungszone (zehn Kilometer um den Betrieb) unterzeichnet, die am Dienstag, 17. Dezember, in Kraft tritt. Die Allgemeinverfügung ist auf der Landkreis-Internetseite über die Rubrik „Bekanntmachungen“ abrufbar (bitte hier klicken).

In Massentierhaltungen kann sich die Geflügelpest rasant ausbreiten | Foto: Adobe Stock/ davit85
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Auf der Landkreis-Internetseite gibt es auch eine interaktive Karte zur Darstellung der Schutz- und der Überwachungszone. Grundsätzlich gilt: Aus der Schutz- und der Überwachungszone darf insbesondere kein Geflügel und kein Geflügelfleisch ausgeführt werden, ebenso darf kein Geflügel bzw. Geflügelfleisch in diese Zonen eingeführt werden. Ausnahmen werden auf Antrag individuell vom Amt Veterinärwesen und Verbraucherschutz geprüft. „Zudem führen wir in dieser Woche klinische Untersuchungen in den rund 40 Geflügel haltenden Betrieben, die in der Schutzzone gemeldet sind, durch“, kündigt Amtsleiterin Dr. Sibylle Witthöft an.

In diesen Bereichen gelten die Schutzzone (rot) und die Überwachungszone (blau) | Foto: Landkreis Stade
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Bloß nicht: Zu Corona jetzt auch noch die Geflügelpest

Vogelgrippe: Droht Gefahr für den Menschen?

Die Vogelgrippe brach vor fast 30 Jahren erstmals in China aus. Seitdem hat sich diese für die Vögel tödlich verlaufende Geflügelpest über die ganz Welt ausgebreitet und grassiert mehr stark oder weniger stark rund um den gesamten Globus. 2010 wurde das unter Vögeln hochansteckende H5N1-Virus erstmals in Deutschland nachgewiesen. Seitdem werden hierzulande immer wieder verendete Wildvögel entdeckt, die mit dem Virus infiziert waren, oder es gab Ausbrüche in Geflügelzuchtbetrieben. Betroffen sind vor allem Hühner, Puten, Enten und Gänse, aber auch Schwäne und andere Wildvögel. Was Ärzten und Forschern jetzt aber große Sorge bereitet: Laut Wissenschaftlern besteht zunehmend eine ernsthafte Gefahr für den Menschen. Es gibt alarmierende wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Mutation des Virus.

H5N1 breitet sich aus – nicht nur bei Vögeln

Was bei der Vogelgrippe schon jetzt besonders besorgniserregend ist: Das Virus springt immer häufiger auf Säugetiere über. Betroffen waren u.a. in Pelzfarmen gehaltene Nerze sowie Robben. In diesem Jahr meldeten die USA erstmals Infektionen bei Milchkühen. Aktuell sind dort mehr als 800 landwirtschaftliche Betriebe betroffen. Auch Menschen sind in den USA nicht verschont geblieben: Bislang wurden 58 Infektionen dokumentiert, 35 davon durch direkten Kontakt mit Milchkühen.

Bloß nicht: Zu Corona jetzt auch noch die Geflügelpest

Gefährliche Mutation nur einen Schritt entfernt

Was H5N1 für den Menschen so bedrohlich macht, ist sein Potenzial zur Mutation. Das Virus hat Rezeptoren auf seiner Hülle, die eigentlich auf die Bindung an Vogelzellen spezialisiert sind. Doch Forscher aus den USA zeigten kürzlich, wie leicht sich diese Rezeptoren an menschliche Zellen anpassen lassen: Eine einzige Veränderung des genetischen Codes einer bestimmten Aminosäure genügt, um das Virus deutlich infektiöser für den Menschen zu machen. Die Rezeptoren verwandeln sich so, dass sie an einer menschlichen Zelle andocken können. Zusätzliche Virus-Mutationen könnten dann die Mensch-zu-Mensch-Übertragung erleichtern. Dass eine einzige Aminosäure so viel verändern kann, sei ein echtes Alarmzeichen, so die Forscher. Die Mutationen erfolgten unter Laborbedingungen. Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass sich das Virus in der Natur bereits so stark verändert hat.

Es könnte ein neues Virus entstehen

Die Vogelgrippe hat in der Vergangenheit nur selten Menschen infiziert, doch die Folgen sind oft schwerwiegend. Seit 1997 wurden weltweit über 2.600 Fälle dokumentiert, von denen mehr als 1.100 tödlich endeten. Diese hohe Sterblichkeitsrate ist alarmierend und um ein Vielfaches höher als bei Corona– auch wenn neuere Fälle oft milder verlaufen. Ein noch größeres Risiko besteht jedoch, wenn H5N1 auf saisonale Grippeviren trifft. In einem infizierten Körper könnten die Viren in den Zellen, die sie gemeinsam befallen, Erbgut untereinander austauschen und ein sogenanntes rekombinantes Virus bilden, das die gefährlichsten Eigenschaften beider vereint. Ein solcher Erreger könnte nicht nur hoch ansteckend, sondern auch extrem tödlich sein.

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Redakteur:

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