Historisches maritimes Ausflugsziel
Die Schwebefähre über die Oste wird ehrenamtlich betrieben

Die Ostener Schwebefähre wird wegen der ähnlichen Bauweise auch "Eiffelturm des Nordens" genannt | Foto: Brinkmann
  • Die Ostener Schwebefähre wird wegen der ähnlichen Bauweise auch "Eiffelturm des Nordens" genannt
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Weltweit gibt es nur wenige Schwebefähren. Einst waren es 20, heute sind es nur noch acht, die noch als Verkehrsmittel in Betrieb sind. Deutschlands Älteste befindet sich an der Oste in der Samtgemeinde Hemmoor. Um ihren Erhalt und Betrieb kümmert sich ein Förderverein, der 1975 gegründet wurde und heute rund 250 Mitglieder zählt.

Die froschgrünen Metallstreben der Brücke erinnern entfernt an den Eiffelturm in Paris. Die Bauweise ist in der Tat die gleiche wie beim Eiffelturm, Baubeginn war 1908, in Betrieb genommen wurde die Schwebefähre 1909. Mit einer Höhe von 21 Metern wurde die Tragkonstruktion so konstruiert, dass ein vollbemastetes Seeschiff die Brücke unbehindert durchfahren konnte. Bis 1974 galt die Schwebefähre als öffentliches Verkehrsmittel, bis sie am 1. April offiziell stillgelegt wurde. Ursache war der Bau der Ostebrücke, die einen Tag zuvor eingeweiht worden war. Damit war die Fähre nicht mehr offizieller Bestandteil der Bundesstraße und sollte sogar abgerissen werden. Gegen die Beseitigung des Bauwerks sprachen allerdings die Kosten: Weil der Schrottpreis Anfang der 1970er Jahre sehr niedrig war, hätte der Verkauf des Alteisens die Arbeitskosten nicht gedeckt.

Zwischen 1976 und 2001 war die Schwebefähre nur zu touristischen Zwecken im Einsatz, dann wurde sie vom TÜV aus technischen Gründen stillgelegt. Es begann ein langer Kampf um der Erhalt von Deutschland ältester Schwebefähre. Nach umfassender Restaurierung ging sie 2006 wieder in Betrieb.

Eigentümer der Fähre ist zwar der Landkreis Cuxhaven. Es sind jedoch die Mitglieder des Fördervereins, die das historische Bauwerk am Laufen halten. Für den Fährbetrieb von April bis Oktober sorgen derzeit fünf ehrenamtliche Fährmänner. Ehrenamtlich betrieben wird auch das kleine Fährmuseum "FährStuv". Zudem gehen von der Fährgesellschaft die nötigen Impulse aus, damit die Fähre möglichst lange erhalten bleibt. Dafür stehen die Mitglieder an der Basis im steten Kontakt zu den nötigen Stellen. Zudem engagiert sich der Verein in der Nachwuchsarbeit, z.B. mit mehreren Angeboten in der Aktion Ferienspaß. Hinzu kommen besondere Angebote wie Mondscheinfahrten, Konzerte, Lesungen, Gottesdienste und ein Weinfest. Nächste Termine sind die musikalische Lesung "Immer SCHÖN denken ..." mit dem Trio "Wilder Honig" am Samstag, 9. Juli, 19 Uhr, sowie die Autorenlesung "Welche Farbe hat die Wirklichkeit?" mit Wilfried Stüven am Samstag, 27. August, 19 Uhr.

www.schwebefaehrendorf.info

Redakteur:

Stephanie Bargmann aus Stade

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