Lösungssuche nach Uferabbruch
Großenwörden prüft Neubau eines Sportbootanlegers
- Kanus können in Großenwörden noch starten (Symbolbild)
- Foto: AdobeStock/watcherfox
- hochgeladen von Stephanie Bargmann
Nach dem Verlust des alten Sportbootanlegers der Wassersportsparte des TSV Großenwörden sucht die Gemeinde gemeinsam mit dem Verein nach einer Lösung für einen Ersatz. Der Gemeinderat befasst sich derzeit mit möglichen Förderungen und einer finanziellen Beteiligung der Gemeinde.
Der frühere Anleger war bereits im Oktober 2023 durch einen Uferabbruch an der Oste verloren gegangen. Nach einer Sturmebbe rutschte ein größerer Abschnitt des Ufers ab, wodurch auch der Steg der Wassersportsparte beschädigt und letztlich unbrauchbar wurde. Seitdem wird nach einer neuen Anlegemöglichkeit gesucht.
Für einen kompletten Neubau eines Sportbootanlegers mit vier Dalben wird derzeit mit Kosten von rund 120.000 Euro gerechnet. Verschiedene Förderprogramme – unter anderem über LEADER, die Metropolregion Hamburg (MRH) sowie eine Sportstättenförderung der Samtgemeinde – wurden bereits geprüft. Trotz möglicher Zuschüsse würde für Verein oder Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 25.000 bis 40.000 Euro verbleiben.
Schwierige Förderbedingungen
Allerdings sind die Förderbedingungen teilweise schwierig zu erfüllen. Einige Programme fördern vor allem Gastliegeplätze für überregionale Nutzer, während der TSV vor allem Dauerliegeplätze für Vereinsmitglieder benötigt. Dadurch steht etwa eine mögliche Förderung durch die Metropolregion Hamburg auf unsicherem Fundament.
Als Alternative wird daher geprüft, den großen Mocambo-Anleger umzurüsten. Da die Zweckbindung einer früheren Förderung inzwischen ausgelaufen ist, könnte dieser Steg für die Sportbootnutzung angepasst werden. Möglich wäre der Bau einer Stufenvorrichtung, die das Anlegen von Sportbooten ermöglichen würde. Zudem wird eine Erweiterung um eine zusätzliche Dalbe untersucht. Die Kostenermittlung dafür läuft derzeit durch ein Ingenieurbüro.
Sollte sich diese Variante als deutlich günstiger erweisen, könnte auf bestimmte Förderprogramme verzichtet und die Zahl der erforderlichen Gastliegeplätze reduziert werden. Eine endgültige Entscheidung soll fallen, sobald die neue Kostenschätzung vorliegt und Gespräche mit den Förderstellen abgeschlossen sind.
In jedem Fall wird damit gerechnet, dass sich auch die Gemeinde Großenwörden finanziell am verbleibenden Eigenanteil beteiligen muss. Der Rat soll deshalb zunächst eine Obergrenze für diese Unterstützung festlegen.
Kanueinstieg weiterhin möglich
Seit 2012 hat der TSV Großenwörden eine Wassersportsparte sowohl für Kanus als auch für Motorsportboote. "Wir sehen uns weniger als Vereinssparte als vielmehr als Bürgerverein", sagt Spartenleiter Malte Petersen. "Denn unsere Mitglieder pflegen die gesamte Anlage an der Oste von den Wohnmobilstellplätzen bis zur Anlegestelle."
Seit dem Verlust des Anlegers im Oktober 2023 sind die Möglichkeiten der Wassersportler und -sportlerinnen eingeschränkt. Für Kanus gibt es eine kleine Ein- und Ausstiegsstelle am vorhandenen Mocambo-Anleger. Die Boote liegen an Land. Für Motorsportboote gibt es seitdem keine Anlegemöglichkeiten mehr. "Der Ersatz unseres alten Anlegers wird langwierig und kostenintensiv", sagt Malte Petersen. "Für einen so kleinen Verein wie den TSV Großenwörden ist das ein schwieriges Unterfangen."
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