TuS Nenndorf: Mit Technik und Taktik erfolgreich Boule spielen

Sie schätzen das fröhliche Miteinander und greifen erfolgreich zur Kugel: die Mitglieder der Boule-Abteilung des TuS Nenndorf um Pressewart Uwe Pyrek (2.v.re.vorne)
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  • Sie schätzen das fröhliche Miteinander und greifen erfolgreich zur Kugel: die Mitglieder der Boule-Abteilung des TuS Nenndorf um Pressewart Uwe Pyrek (2.v.re.vorne)
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Erstmals bei einer deutschen Meisterschaft dabei: die Boule-Abteilung des TuS Nenndorf

ab. Nenndorf. Ältere Herren in Feinrippunterhemd, mit Baskenmütze auf dem Kopf, ausgestattet mit einer Flasche Rotwein und einer Schachtel Gauloises: Das Wort „Boule“ assoziieren Laien gern mit einem solchen Bild. Aber weit gefehlt! „Boule ist ein Sport für jedermann“, erklärt Uwe Pyrek, Pressewart und ein „Spieler der ersten Stunde“ in der Boule-Abteilung des Vereins TuS Nenndorf in der Gemeinde Rosengarten. „Zu uns kommen häufig jene, die ihre früheren Sportarten, zum Beispiel Fußball, Handball oder Radrennfahren leistungsorientiert betrieben haben, aber beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können“, sagt Pyrek.

Aktuell boulen beim TuS Nenndorf 28 Mitspieler, von denen ein Team jüngst erstmalig an der Endrunde der „Deutschen Meisterschaften Triplette“ (Teams aus je drei Spielern) in Saarlouis teilnehmen konnte. „Allein dabei zu sein, war für das Trio ein tolles Erlebnis“, erzählt Pyrek, „auch wenn es keine nennenswerte Platzierung für uns gab.“

Fürs Boulen braucht man vor allem Taktik und Technik, ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Die Mitglieder sind zwischen Mitte 40 und Ende 70 Jahre alt, „und international sind wir auch: Wir haben Spieler, die aus Italien, Frankreich und Australien stammen“, so Pyrek. Mangeln würde es laut Pressewart allerdings an jüngeren Spielern und an Frauen. Davon gibt es in der Abteilung nur eine Handvoll.
Eine von ihnen ist Conny Hahnefeld: „Ich habe mehr ,freestyle‘ Boule gespielt und bin dann über Bekannte zum TuS Nenndorf gekommen“, erzählt sie. Es sei ein sehr freundschaftliches und herzliches Miteinander in der Abteilung, was ihr sehr gut gefalle. „Im September spiele ich seit drei Jahren hier.“

Gegründet wurde die Boule-Abteilung im Januar 1997 als eine der ersten der Region. „Mittlerweile gibt es auch Boule-Vereine in Lüneburg, Tostedt und Buchholz, Sprötze und Buxtehude, insgesamt sechs südlich von Hamburg“, informiert Uwe Pyrek. „Im südlichen Speckgürtel ist aber keine so erfolgreich wie wir.“

Vor einigen Jahren seien auch Spieler aus Buxtehude zu ihnen gestoßen, die vorher bei Energie-Eimsbüttel in Hamburg höherklassig gespielt und die Spieler des TuS Nenndorf sportlich weitergebracht haben. Im Jahr 2013 konnten die Bouler in die Bezirksoberliga aufsteigen, im vergangenen Jahr verpassten sie knapp den Einzug in die Regionalliga. Doch Uwe Pyrek ist zuversichtlich: „Möglicherweise klappt es in diesem Jahr.“

Am vergangenen Wochenende nahmen die TuS-Bouler erfolgreich bei dem 25. Holstentor-Turnier in Travemünde teil. Unter 512 Teams erreichte beim Triplette-Turnier am Samstag ein Nenndorfer Team im A-Turnier (Achtelfinale) einen hervorragenden neunten Platz, ein weiteres im B-Turnier (Viertelfinale) sogar einen hervorragenden fünften Platz.

• Trainiert wird immer dienstags ab 18 Uhr auf dem „Boulodrôme“ am „Vaenser Grund“. Weitere Infos und Spielzeiten unter www.tus-nenndorf.de.


Boule - ein Spiel für jedermann

Beim Boule, einem Spiel für reine Hobby-, als auch für leistungsorientierte Spieler, tritt man entweder einzeln („Tête à Tête“), zu zweit („Doublette“) oder dritt („Triplette“) gegeneinander an. Beim Spielen kommt es auf Taktik und Zielgenauigkeit an. Gespielt wird, je nach Variante, mit zwei oder drei Kugeln pro Person. Eine kleine Kugel, „Schweinchen“ oder „Sau“ genannt, wird zuerst „gelegt“, anschließend versucht jedes Team, dieser Kugel möglichst nahe zu kommen. Wer zuerst 13 Punkte erreicht, hat gewonnen. Die Wettkampfvariante von Boule heißt Pétanque.

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