Feuerwehr verhinderte Waldbrand
Stroh-Rundballen gerieten in Kiefernwald bei Garstedt in Brand
- Die Feuerwehr löscht die auf dem Trecker-Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache brennenden Stroh-Rundballen
- Foto: Mathias Wille
- hochgeladen von Christoph Ehlermann
Ein Brand bei einem Transport von Stroh-Rundballen löste am Samstagnachmittag einen größeren Feuerwehreinsatz in einem Kiefernwald bei Garstedt aus. Rund 60 Aktive mehrerer Feuerwehren verhinderten, dass sich das Feuer zu einem Waldbrand ausbreitete. Ein Landwirt erlitt dabei Brandverletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.
Kurz nach 16 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Garstedt, Wulfsen, Salzhausen und Vierhöfen in die Verlängerung des Bornbachwegs in Garstedt alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Retter war eine weithin sichtbare Rauchentwicklung zu erkennen.
Nach ersten Erkenntnissen hatte ein Landwirt rund 20 Stroh-Rundballen auf zwei Anhängern zu einem Lagerplatz transportiert. Während der etwa 200 Meter langen Fahrt durch einen Kiefernwald waren die Rundballen aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Durch den brennenden Transport entstanden entlang des Waldweges mehrere kleinere Brandstellen, die sich teilweise bereits auf den Waldboden ausbreiteten.
Als der Traktorfahrer den Brand bemerkte, versuchte er noch, den Wald zu verlassen und auf einen angrenzenden Stoppelacker zu fahren. Aufgrund der sich schnell ausbreitenden Flammen musste er das Gespann jedoch vorzeitig stoppen, um zumindest den Traktor zu retten. Beim Abkuppeln der Anhänger zog sich der Mann Brandverletzungen im Kopfbereich zu. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Die Flammen griffen zusätzlich auf etwa 30 bereits auf dem Lagerplatz befindliche Rundballen über. Die Feuerwehr baute eine Wasserversorgung vom Bornbachweg bis zur Einsatzstelle auf und setzte insgesamt neun Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Zwei Trupps gingen unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Mit Unterstützung durch Landwirte wurden die Ausbreitung des Feuers und die Löscharbeiten wirkungsvoll unterstützt. Während noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit Pulverlöschern die entlang des Waldweges entstandenen Entstehungsbrände bekämpft wurden, bearbeiteten sie den angrenzenden Stoppelacker mit einem Grubber, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Anschließend wurden die brennenden Rundballen mit einem Radlader auseinandergezogen, damit sie gezielt abgelöscht werden konnten..
Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung auf den angrenzenden Kiefernwald verhindert werden. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen befand sich zusätzlich ein Rettungswagen zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde außerdem der Wechsellader der Feuerwehrtechnischen Zentrale Hittfeld mit dem Abrollbehälter nachalarmiert, um die verschmutzten Schläuche und verbrauchten Atemschutzgeräte auszutauschen.
Nach mehreren Stunden konnten die Feuerwehrleute den Einsatz beenden. Die Ursache für den Ausbruch des Feuers ist derzeit noch unklar.
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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