Brandschützer zur Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger
"Eine angemessene Wertschätzung"

Immer im lebenswichtigen Einsatz: die Feuerwehren in den 
Landkreisen Harburg und Stade
  • Immer im lebenswichtigen Einsatz: die Feuerwehren in den
    Landkreisen Harburg und Stade
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ce. Landkreis. Was ist die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren wert? Diese Frage beschäftigt schon seit geraumer Zeit die politischen Gremien in den Landkreisen Harburg und Stade. Nachdem das Thema in der Samtgemeinde Salzhausen (Kreis Harburg) zwölf Jahre lang nicht angepackt worden war, beschloss der Rat jetzt mehrheitlich eine Anhebung der Aufwandsentschädigungen für die Funktionsträger der Brandschützer. An der Spitze steht hier der Gemeindebrandmeister, der künftig 400 Euro im Monat statt bisher 170 Euro erhält.
Während einige Ratsmitglieder die Erhöhung als "nicht angemessen" ansahen, erklärte Heinrich Nottorf, Vorsitzender des auch für Feuerwehrangelegenheiten zuständigen Ordnungsausschusses, es handele sich um eine "notwendige Anerkennung für die Feuerwehr". Die Aufgaben der Retter würden immer komplexer und seien mit einem zunehmenden bürokratischen Aufwand verbunden. Daher müssen man ihnen eine "entsprechende Wertschätzung entgegenbringen".
Auch in Buchholz hat man die Zeichen der Zeit erkannt. "Kürzlich hat der Rat beschlossen, unsere Aufwandsentschädigungen zu erhöhen. Zuvor ist hier auch viele Jahre nicht passiert", erklärt Stadtbrandmeister André Emme auf WOCHENBLATT-Anfrage. Er bekommt jetzt 350 Euro monatlich statt 180 Euro. "Eine Anhebung der Entschädigungen halte ich in den Wehren für gerechtfertigt, da der Arbeitsaufwand immer größer wird."
Diese Auffassung teilt auch Volker Bellmann, Kreisbrandmeister des Landkreises Harburg. "Ein Gemeindebrandmeister beispielsweise ist heutzutage pro Monat 70 bis 80 Stunden für Brandschutzangelegenheiten im Einsatz. Dafür erachte ich eine Bezahlung von 400 Euro als absolut angemessen. Immerhin leisten die Feuerwehren Pflichtaufgaben zum Schutze der Bürger", so Bellmann.
"Bei uns reichen die Aufwandsentschädigungen derzeit noch bis 170 Euro im Monat", gibt Stades Stadtbrandmeister Klaus Ney gegenüber dem WOCHENBLATT Auskunft. "Wir sind aber gerade dabei, Vorschläge für eine Überarbeitung der Entschädigungs-Richtlinien zu entwickeln, die dann in den politischen Gremien der Stadt beraten werden sollen. Auch wir wollen der Tatsache Rechnung tragen, dass das Leistungsspektrum der Feuerwehren immer breiter wird."

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