Rückschau auf 2025
Gemeinde Wulfsen bat zum Bauernrechnen

Bürgermeister Matthias Kruse bei seinem Jahresrückblick | Foto: Gemeinde Wulfsen
  • Bürgermeister Matthias Kruse bei seinem Jahresrückblick
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Mit 155 Gästen gut besucht war das jüngste Bauernrechnen der Gemeinde Wulfsen, die traditionelle Bürgerversammlung, im Gasthof Große. Bürgermeister Matthias Kruse gab dabei einen Rück- und Ausblick auf das Geschehen in der Kommune.  

Erfreut zeigte sich Kruse über den Anstieg der Einwohnerzahl im vergangenen Jahr um drei Personen auf insgesamt 1.730 - nämlich 859 männliche und 871 weibliche Bürger. "Somit haben wir in Wulfsen eine weibliche Mehrheit von zwölf Damen. Wer also sucht, hat hier beste Chancen – zumindest rein rechnerisch", erklärte das Gemeindeoberhaupt mit einem Augenzwinkern.

Bei seinen weiteren Ausführungen setzte Matthias Kruse unter anderem folgende Schwerpunkte: 
- Für das geplante Gewerbegebiet im Osterfelde laufen Gespräche zwischen Grundeigentümern, Investoren und Planern. "Wenn wir ein gutes Ergebnis bekommen, werden wir einen städtebaulichen Vertrag sowie einen Bebauungsplan umsetzen", kündigte der Bürgermeister an.

- Das Dorfentwicklungsprogramm wird von einigen Grundeigentümern in Wulfsen gut angenommen. Es wurden drei Anträge für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden gestellt, die aus finanziellen Gründen in 2025 nicht gefördert wurden. Die Gemeinde schaffte eine Sitzgruppe für den Kinderspielplatz im Hainbuchen an. Zudem wurden Schwalbennester erworben und an älteren Gebäuden in Aue-Nähe installiert. Darüber hinaus finanzierte man über das Dorfentwicklungsprogramm einen Defibrillator, der für alle Bürger zugänglich ist und draußen am Gemeindebüro unter dem Vordach hängt (das WOCHENBLATT berichtete). 

- Die Pferdebachbrücke in der Osterheide wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Toppenstedt saniert und ist wieder in einem hervorragenden Zustand.

- Als größtes Projekt wurde 2025 die Entschlammung des Mühlenteiches abgeschlossen (das WOCHENBLATT berichtete). Mit dem Ergebnis - so Kruse - seien alle Beteiligten zufrieden, auch weil der gesteckte finanzielle Rahmen eingehalten worden sei. Im Sommer feierte der Gemeinderat zum Abschluss des Projektes mit vielen Helfern ein Mühlenteichfest, das großen Anklang fand. 

- In der Birkenstraße wurde von der Kleinbahn bis zur L234 die Fahrbahn neu asphaltiert. 

- Der Gemeinderat beschloss die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes am Auefeld. Neben den bestehenden Bauten soll eine behutsame Siedlungsentwicklung erfolgen, um eine Wohnbebauung mit Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern zu ermöglichen. Die erste öffentliche Auslegung ist abgeschlossen, und die Ergebnisse werden in Kürze erwartet.

- Der Bebauungsplan nördliche Bahnhofstraße soll demnächst in die erste Auslegung gehen. Der Gemeinderat wird dann über die Größenordnung und die Umsetzung des Vorhabens beraten. "Wir führen Gespräche mit Nahversorgern bzw. Discounter-Betreibern, um eine Ansiedlung gegenüber dem Edeka-Markt zu entwickeln. Für Wulfsen und die umliegenden Dörfer wäre es schön, einen zweiten Nahversorger vor Ort zu haben", ist Matthias Kruse überzeugt. 

- Die Gemeinde kaufte den Verbindungsweg vom Mühlenweg bis zum Bahntunnel mit zwei angrenzenden Weiden. Der Weg war bislang ein Privatweg, der jedoch von allen Bürgern viel genutzt wurde. Nun bleibt er auch künftig für jedermann nutzbar. 

- Der Internetanbieter novanetz ist beim Glasfaserausbau in Wulfsen in die Planung eingestiegen, und die Gemeinde hofft auf eine zügige Umsetzung. Sie möchte aus Kostengründen im Zuge der Arbeiten an den Straßen, wo alte Stromleitungen für die Straßenlaternen liegen, gleich neue Kabel mit verlegen lassen. 

- "Das Jahresergebnis - die Gewinn- und Verlustrechnung - für die vorläufige Bilanz fiel zum 31. Dezember 2025 mit rund 52.400 Euro Verlust besser aus als geplant. Gerechnet hatten wir mit einem Minus von rund 151.500 Euro", erklärte Matthias Kruse zum Haushalt. Ausschlaggebend für die Entwicklung seien unter anderem Mehreinnahmen durch die Gewerbesteuer. Kreditaufnahmen seien für den kommenden Haushalt nicht vorgesehen. Dem gegenüber stünden der Gemeinde liquide Mittel von gut 770.600 Euro zur Verfügung - deutlich mehr als gedacht. Die Planungen im Haushalt 2026 seien somit derzeit umsetzbar. "Die Haushaltslage ist angespannt, sodass die Gemeinde den neuen Etat 2026/2027 sparsam kalkuliert hat", fasste Kruse zusammen und hatte eine gute Nachricht: "Es werden keine Steuererhöhungen in Wulfsen umgesetzt. Das war das wichtigste Ziel für uns."

Einen großen Dank richtete Matthias Kruse an alle Aktiven, die sich haupt- oder ehrenamtlich für das Dorf engagieren. Mit Blick auf die Kommunalwahlen am 13 September verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, dass "das Interesse an der Gemeindepolitik in Wulfsen weiter gut bleibt, damit die Gestaltung bei den Bürgern im Dorf verankert bleibt".

Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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