"Ein positives Feedback"
Gemeinde Garstedt veranstaltete erstes Online-"Bauernrechnen"

Bürgermeisterin Christa Beyer sprach beim "Bauernrechnen" via PC mit den Garstedtern
  • Bürgermeisterin Christa Beyer sprach beim "Bauernrechnen" via PC mit den Garstedtern
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ce. Garstedt. "Es ist super, dass so viele Interessierte der Einladung gefolgt sind. Das Feedback war insgesamt auch sehr positiv." Dieses erfreute Fazit zog Garstedts Bürgermeisterin Christa Beyer jetzt gegenüber dem WOCHENBLATT, nach der gelungenen Online-Premiere der traditionellen Bürgerversammlung "Bauernrechnen". Aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Veranstaltung mit Rückblick auf 2020 und Ausblick auf 2021 als Livestream aus dem Gemeindebüro statt in geselliger Runde stattgefunden. Über 60 Teilnehmer schalteten sich zu, als Christa Beyer unter anderem über folgende Schwerpunkte referierte:
Einwohner-Entwicklung: Laut Christa Beyer lebten 2011 noch 1.561 Menschen in Garstedt, während es derzeit 1.494 Männer, Frauen und Kinder sind. "Diese Entwicklung gibt zu denken, wir brauchen mehr Nachwuchs", so das Gemeindeoberhaupt. Immerhin habe es in 2020 insgesamt 30 neue Erdenbürger im Ort gegeben und damit sieben mehr als im Vorjahr.
Wichtige Ratsbeschlüsse: Die Bürgermeisterin ließ Revue passieren, dass der Gemeinderat in 2020 unter anderem den Grundsatzbeschluss für den Verkauf des ehemaligen Gasthauses "Zum Spieker" an einen Investor gefasst habe und dass - gemeinsam mit der Nachbargemeinde Wulfsen - die Antragstellung für die Teilnahme am Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen auf den Weg gebracht worden sei. Auf dem "Spieker"-Gelände geplant seien nach dem Verkauf des bestehenden Gebäudes an die Investoren John R. Mahn und seinen Geschäftspartner Elias Ammon von der Hamburger Mahn Ammon & Co. GmbH der Abriss des Bestandes durch die Erwerber und der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Gewerbeflächen.
Entwicklungskonzept "Garstedt 2030": Der Arbeitskreis "Waldlehrpfad" hat laut Christa Beyer ein Konzept für die Reaktivierung des Pfades erarbeitet. Die Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg habe grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Zur weiteren Umsetzung des Vorhabens seien noch ein Ratsbeschluss und die Abstimmung mit den betroffenen Grundeigentümern erforderlich. Erste Sponsoren hätten bereits Unterstützung zugesagt. Wer sich bei dem Projekt einbringen möchte, kann das per E-Mail an gemeinde@garstedt.de tun oder sich über die Homepage www.garstedt.de melden.
Sanierung der Vierhöfener Straße: Der geplante Kostenanteil der Gemeinde Garstedt habe - so Christa Beyer - bei 505.000 Euro gelegen. Vom Land sei eine Förderung über rund 300.000 Euro zugesagt worden. Die Schlussrechnung des Bauunternehmens sei im November 2020 - etwa acht Monate nach Abschluss der Arbeiten - gekommen. Darin habe die Firma Nachforderungen in Höhe von stolzen 70.000 Euro erhoben. "Wie diese Summe zustande kommt, ist nicht belegt. Das wird von uns geprüft", so Beyer.
Steuereinnahmen: Patrice Jokubeit, stellvertretende Fachbereichsleiterin Finanzen bei der Samtgemeinde Salzhausen, hatte sich online zum "Bauernrechnen" zugeschaltet. Sie verkündete, dass die Gemeinde Garstedt in 2020 knapp 1,1 Millionen Euro an Gewerbesteuern eingenommen habe - rund 500.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Autor:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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