Schützenplatz
Salzhäuser Gemeinderat votiert für Verhandlungen mit Schützenkompanie

Der Schützenplatz in Salzhausen wird zur Verhandlungssache
zwischen Verein und Gemeindeverwaltung  Foto: ce
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  • hochgeladen von Thomas Sulzyc

ce. Salzhausen. "Wir haben das zu akzeptieren, was die gewählten Volksvertreter heute entschieden haben. Es bleibt zu hoffen, dass die Zusage, die Politik lasse uns nicht im Regen stehen, eingehalten wird!" So kommentierte Dirk Hornbostel, Oberst der Schützenkompanie Salzhausen, den am Donnerstagabend gefassten Beschluss des Gemeinderates zur weiteren Vorgehensweise bezüglich des Schützenplatzes. Das Gremium votierte mit einer 8:5-Mehrheit dafür, dass die Gemeindeverwaltung Verhandlungen mit den Schützen aufnehmen soll, mit dem Ziel, die zur Verfügung stehende Teilfläche des Schützenplatzes für die Gemeinde zu erwerben. Das Gremium folgte damit - ebenso wie zuvor der Hochbau- und Planungsausschuss - einem Antrag des Ratsherrn Haiko Eberhard (UWG).
Sollte sich aus den Verhandlungen zwischen Gemeinde und Schützen ein Kaufvertrag ergeben, solle der Vertrag eine Nachschusspflicht enthalten für den Fall einer späteren Wohnbebauung des Schützenplatzes, heißt es weiter in dem Ratsbeschluss. Das heißt: Würden irgendwann Wohneinheiten auf dem Platz errichtet, bekämen die Schützen erneut Geld aus der Kasse der Kommune.
Wie das WOCHENBLATT mehrfach berichtete, plant die Schützenkompanie, das Schützenhaus abzureißen und 6.000 Quadratmeter des Grundstücks für Wohnbebauung zu verkaufen. Das Geld benötigt sie auch, um die notwendige, bis zu 100.000 Euro teure Modernisierung des Schießstandes zu finanzieren. Die Gemeinde hat die Planungshoheit über das Terrain. Nicht verkauft werden soll eine 400 Quadratmeter große Teilfläche des Platzes, die die Schützen an den MTV Salzhausen zur Erweiterung des benachbarten Sport-Huus abgeben wollen.
"Bevor die Verkaufsverhandlungen aufgenommen werden können, muss seitens der Gemeinde die Frage des dafür zur Verfügung stehende Budgets geklärt werden", betonte Gemeindedirektor Wolfgang Krause. "Voraussichtlich im November oder Dezember wird der Haushalt 2020/2021 feststehen und damit auch das Budget."
Dirk Hornbostel erklärte, der Schützenvorstand habe in einem Gespräch mit Krause bereits einen ersten Rahmen abgesteckt, für welchen Betrag die Gemeinde die Schützenplatzteilfläche womöglich erwerben könnte. "Die dabei genannten Summen könnten auch für uns eine Verhandlungsbasis sein."
Hornbostel appellierte an den Rat, die Verhandlungen gemeinsam zügig voranzutreiben, da er dem Schützenverein spätestens bei der Jahreshauptversammlung im März ein Ergebnis vorlegen müsse. "Den Termin habe ich im Blick, bis dahin wird etwas geschehen", erklärte Wolfgang Krause.

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