Eine gute Tat am Tag
Finder bringen verlorene Geldbörse zuhause vorbei

Die glückliche Ingeborg Krietsch mit der kurzzeitig abhandengekommenen Geldbörse  | Foto: sra
  • Die glückliche Ingeborg Krietsch mit der kurzzeitig abhandengekommenen Geldbörse
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Eine gute Tat ereignete sich jetzt in Hittfeld bzw. Emmelndorf. Ingeborg Krietsch ging ihrem wöchentlichen Einkauf nach. Nach der letzten Supermarktstation kehrte sie zurück nach Hause und packte ihre Einkäufe aus - als es an der Tür klingelte.

Vor der Tür standen zwei Männer. Einer von ihnen hielt ihre Geldbörse in der Hand und sagte, dass Krietsch diese verloren hätte. "Ich war anfangs sehr skeptisch und verwundert, was denn diese beiden jungen Männer von mir wollen", so die 75-Jährige. Angeblich hätte sie die Geldbörse im letzten Supermarkt verloren. Krietschs Verwunderung und die damit einhergehende Skepsis der Situation gegenüber lag darin begründet, dass sie die Geldbörse bis dato noch gar nicht vermisste. "Ich war sehr verwundert - ich wusste ja noch gar nicht, dass mein Portemonnaie weg ist.
Und auf einmal stehen da zwei Fremde mit ihm in der Hand vor mir." Doch es war wohl, wie die Männer gesagt hatten. Krietsch vermutet zweierlei: „Entweder habe ich es an der Kasse liegen gelassen oder es ist mir beim Rad fahren aus der Tasche gefallen. Auf jeden Fall bin ich heilfroh, dass nichts weggekommen ist. Es waren zwar nur 30 Euro drin, aber die ganzen Karten zu beantragen, Führerschein, Personalausweis, das ist ja ein riesengroßer Aufwand."

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Eine Sache tut der Emmelndorferin allerdings leid und plagt ihr Gewissen auch noch Tage nach dem Wiedererhalt. "Ich habe den Herren zwar etwas Geld als Finderlohn gegeben, aber die ganze Situation war so überraschend, dass ich mich nicht annähernd angemessen bedankt habe.
Deswegen habe ich mich auch an das WOCHENBLATT gewandt. Ich war in dem Moment etwas geschockt, die Größe der Tat war mir noch gar nicht klar - und dadurch wirkte ich sicher nicht so dankbar, wie ich es im Nachhinein natürlich bin.“ Die Adresse Krietschs fanden die beiden Männer wohl auf dem Personalausweis der Frau und übergaben ihr das Portemonnaie persönlich. Die Karmapunkte der Männer dürften durch diese Nettigkeit wohl gestiegen sein.

Redakteur:

Sven Rathert aus Seevetal

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