Projekt mit großem Erfolg: Über 240.000 Euro für Restaurierung der Wassermühle Karoxbostel

Jeden Samstag treffen sich an der Wassermühle tatkräftige Helfer zum "Mühlenputz"
  • Jeden Samstag treffen sich an der Wassermühle tatkräftige Helfer zum "Mühlenputz"
  • Foto: Verein Wassermühle Karoxbostel
  • hochgeladen von Katja Bendig

kb. Karoxbostel. Die Sanierungsarbeiten gehen mit großen Schritten voran: Im vergangenen Jahr sind über 240.000 Euro in die Restaurierung der Wassermühle Karoxbostel geflossen. Die Sägerei wurde wieder aufgebaut und der Heuboden wieder hergestellt, außerdem wurde die Elektrik komplett erneuert und im ehemaligen Stallbereich wurden sanitäre Anlagen eingebaut. Wieder hergestellt wurden auch alle Fliesenböden und die original Hofansicht. Von den Gesamtkosten übernahm der Mühlenverein 42.000 Euro und leistete unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Seit Gründung des Vereins vor vier Jahren treffen sich 40 bis 50 Freiwillige jeden Samstag zum sogenannten Mühlenputz. Keinen Termin ließen die fleißigen Helfer bisher ausfallen.
Finanziell unterstützt wurde die Restauration des historischen Gebäudeensembles außerdem durch den Bund, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, den Lüneburger Landschaftsverband, den Landkreis Harburg, die Bingo-Umweltstiftung, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Gemeinde Seevetal. "Für diese großzügige Förderung bedanken wir uns ganz herzlich", so die Vereinsvorsitzende Emily Weede.
Mittlerweile zählt der Mühlenverein 950 Mitglieder, die es ermöglichen, dass viele Arbeiten auch ohne zusätzliche Fördermittel bewerkstelligt werden können. Auch die vielen Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte, Führungen oder Märchenabende wären ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar. Besonders viele Besucher strömten im vergangenen Jahr zum Deutschen Mühlentag, dem Tag des offenen Denkmals, den "Tagen der Industriekultur am Wasser" und zum großen Adventsmarkt zur Mühle. "Unsere Feste sind einfach unverwechselbar", ist Emily Weede überzeugt. Die dabei gesammelten Spenden stellen einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des ganzen Mühlenprojektes dar.
Wie romantisch es in der historischen Wassermühle ist, davon können sich seit Januar auch Brautpaare überzeugen, denn in Karoxbostel wurde die erste Außenstelle des Seevetaler Standesamtes eingerichtet. Jeden letzten Freitag im Monat können sich Paare hier trauen lassen. Und auch der Seevetaler Nachwuchs lernt die Wassermühle und das umliegende Gelände näher kennen: Seit September 2015 findet hier ein Teil der Ganztagsbetreuung der Grundschule Hittfeld statt.
Für dieses Jahr geplant ist, dass der Hegering Hittfeld seine Abenteuer- und Naturwochenenden für Kinder an der Mühle veranstaltet. Zudem werden rund 200 Tierpräparate der Jägerschaft in Karoxbostel einziehen. Erstmals werden in dieser Saison außerdem Führungen rund um die Mühle von den Natur- und Landschaftsführern der Winsener Elbmarsch angeboten. Und auch die Restauration des Gebäudensembles geht in diesem Jahr weiter. Geplant ist die Sanierung des sogenannten Schweinehauses, hier sollen ein Gruppenraum und eine Werkstatt entstehen.
Bei den Wahlen wurden Emily Weede als Erste Vorsitzende und Dr. Irmelin Schütze als Schriftführerin im Amt bestätigt.

Autor:

Katja Bendig aus Seevetal

Politik
Michael Roesberg ist noch bis Ende Oktober 2021 im Amt

Verzicht auf eine erneute Kandidatur
Stades Landrat Michael Roesberg tritt nicht wieder an

jd. Stade. Politischer Paukenschlag im Stader Kreishaus: Landrat Michael Roesberg (parteilos) hat am Montagabend erklärt, dass er für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung steht. Die Amtszeit des 63-Jährigen endet im Oktober 2021. Roesberg steht seit 2006 an der Spitze der Kreisverwaltung. Bisher galt als sicher, dass der amtierende Landrat bei den Kommunalwahlen im Herbst 2021 noch einmal ins Rennen geht. Roesberg hätte beste Chancen für eine Wiederwahl gehabt. Er kann auf die...

Politik
Ist dieses Grundstück massiv mit Glyphosat verseucht? Foto: thl

Baugebiet "Am Luhedeich" ehemals Gärtnerei Bruno Franz
Falsches Spiel der Stadt Winsen?

Glyphosat im Boden und Kuhhandel mit der Deichschutzzone? Winsener wittern Skandal um Baugebiet thl. Winsen. Spielt die Stadt Winsen ein falsches Spiel mit dem Baugebiet "Am Luhedeich", das auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Bruno Franz entstehen soll? Das befürchten zumindest einige Bürger, die an der Öffentlichkeitsbeteiligung teilnahmen, in der die Stadt den Planungsstand vorstellte. "Das Gelände ist massiv mit Glyphosat verseucht. Das wurde uns auf der Veranstaltung von der Stadt...

Politik
"Wenn kein Handeln erfolgt, wird das Problem nicht nachvollzogen": Christian Heermann an der Kreuzung Nordring/Hamburger Straße

Kreuzung Nordring in Buchholz
"Kriminelle Ampelanlage": Harsche Kritik an Untätigkeit

os. Buchholz. In dieser Woche soll die Ampelanlage an der neuralgischen Kreuzung Hamburger Straße/Nordring am nördlichen Eingang zur Stadt Buchholz umgerüstet werden. Damit endet eine jahrelange Phase, die WOCHENBLATT-Leser Christian Heermann (85) als "kriminell" und "lebensgefährlich" bezeichnet: "Das haben die Stadt Buchholz und der Landkreis von mir im vergangenen November schriftlich bekommen." Wie berichtet, hatte sich der Landkreis auf FDP-Initiative entschieden, die Ampelanlage...

Politik
An den Elbe Kliniken wird Kritik geübt
  2 Bilder

Aus Protest Aufsichtsratsmandat niedergelegt
CDU-Fraktionschefin kritisiert Versäumnisse bei den Elbe Kliniken

jd. Stade. Aufsichtsrat - der geheimnisvolle Zirkel: Die meiste Zeit wirkt ein Aufsichtsrat eher im Verborgenen. Scheidet jemand aus dem Gremium aus, geschieht das meist sang- und klanglos. Die Öffentlichkeit erfährt in der Regel davon nichts. Ganz anders bei der Stader CDU-Ratsherrin und Fraktionschefin Kristina Kilian-Klinge: Sie legte beim Aufsichtsrat der Elbe Kliniken einen Abgang mit Pauken und Trompeten hin. Statt des üblichen Zweizeilers schrieb sie ein dreiseitigen Brief - gespickt mit...

Politik
Pferdehalterin Sabine Popp sieht sich auf ihrer Weide in Glüsingen dem auf dem Nachbarland üppig wachsenden Jakobskreuzkraut ausgesetzt

Für Weidetiere giftig
Jakobskreuzkraut: Kritik an Gemeinde Seevetal hält an

ts. Glüsingen. Weil das für Weidetiere giftige Jakobskreuzkraut üppig auf ökologisch bewirtschafteten Flächen der Gemeinde Seevetal wächst, gerät die Gemeindeverwaltung bei Weidetierhaltern zunehmend in die Kritik. Nach dem WOCHENBLATT-Bericht über den Protest in Ramelsloh zeigt sich auch Sabine Popp, Betreiberin einer Pferdepension in Glüsingen, besorgt. In unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrem Weideland gedeiht die gelb blühende Pflanze großflächig. Der Verzehr des Jakobskreuzkrauts kann bei...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen