Ortsentwicklung
Die Elbdörfer Bullenhausen und Over dürfen nur sehr begrenzt wachsen

An der Fünfhausener Straße gibt es nahezu keine Möglichkeit zur Bauentwicklung
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ts. Bullenhausen/Over. Die Lage an der Elbe bei unmittelbarer Nähe zur Freien und Hansestadt Hamburg macht die Ortschaften Bullenhausen und Over einzigartig in der Gemeinde Seevetal. Wer hier aufwächst, möchte bleiben. Doch die attraktiven Elbdörfer dürfen nur sehr begrenzt wachsen. Das geht aus dem Bericht der Gemeindeverwaltung zur zukünftigen baulichen Entwicklung in Bullenhausen und Over hervor, der im Planungsausschuss des Gemeinderats vorgestellt wurde.
Anlass war der Wunsch des Ortsrats, die Möglichkeit zur Bebauung in zweiter Reihe in den Gemeindeteilen Bullenhausen und Over insbesondere zwischen der Fünfhausener Straße und Herrendeich zu prüfen.
4,5 Hektar Flächenwachstum bis zum Jahr 2025 seien höchstens zulässig. Zu diesem Ergebnis kommt die Studentin für Stadtentwicklung, Jasmin Jacob-Funck, die während ihren Praktikums in der Gemeindeverwaltung das Entwicklungspotential der Elbdörfer ermittelt hat.
Der Reihendorfcharakter dürfe nicht verloren gehen. Die Elbmarsch habe eine schützenswürdige Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung, die der Ausweisung von Bauland enge Grenzen setzt.
Eine weitere rückwärtige Erschließung parallel zum Elbdeich zwischen „Fünfhausener Straße“ und „Herrendeich“ gilt in wesentlichen Teilen als nicht machbar, da diese der historischen Entwicklung eines Reihendorfes zuwiderlaufen würde.
Als machbar gilt laut dem Bericht eine Bebauung in zweiter Reihe, die über vorhandene Infrastrukturen erschlossen wird. Zudem könnten kurzfristig Baulücken entlang der vorhandenen Straßen für eine weitere Entwicklung genutzt werden. Einen längeren Lückenschluss in den Gemeindeteilen Over und Bullenhausen ließe sich entlang der Straße „Alter Elbdeich“ realisieren. Hierdurch könnte der Reihendorfcharakter einseitig entlang des Elbdeiches erhalten und gestärkt werden. Langfristig hingegen wäre eine Siedlungsentwicklung zwischen „Höchtweg“ und „Hagoltweg“ vorstellbar.
Der Seevetaler CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Schmirek, der selbst in Over lebt, verweist auf die großzügigere Bebauung in den Nachbarkommunen entlang der Elbe. "In Hoopte ist bereits die vierte Reihe angekratzt. Da sollte es doch bei uns mit einer zweiten Reihe keine Probleme geben", sagt er. Die Bedarfe der Menschen in Over und Bullenhausen würden nur ein moderates Wachstum auslösen. Auf einen Hektar weniger als zehn Einfamilienhäuser, sagt Schmirek. Es könne nicht sein, dass ein Gemeindeteil abgehängt würde, während Seevetal in anderen Gemeindeteilen zusätzliche Bebauung zulasse, fügt er hinzu.
Die Grünen dagegen setzen offenbar auf eine sehr begrenzte bauliche Entwicklung: "Ich wäre sehr vorsichtig in Over", sagt Gerd Otto Kruse. "Es gibt sicherlich Leute, die ihren Garten so behalten möchten, ohne dass jemand von oben hineinblickt."

An der Fünfhausener Straße gibt es nahezu keine Möglichkeit zur Bauentwicklung
Baulücken wie hier in Over können für eine weitere Entwicklung genutzt werden
Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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