Panama Papers: Spur führt nach Buchholz

Warum das Bundeskriminalamt in der Nordheidestadt um Amtshilfe bat

ts. Buchholz. Ermittlungen im Zusammenhang mit den sogenannten "Panama Papers" und der Kanzlei Mossack Fonseca haben bis in die Stadt Buchholz gereicht. Das geht aus der Antwort des niedersächsischen Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Stefan Wenzel und Helge Limburg (beide Die Grünen) im niedersächsischen Landtag hervor.
Bei den "Panama Papers" handelt es sich um eine gewaltige Anzahl Dateien der panamaischen Wirtschaftskanzlei Mossack Fonseca, die im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen in Steueroasen stehen. Die anonym der Süddeutschen Zeitung übermittelten Daten zeigen, wie Kriminelle, Politiker und Prominente ihr Geld verstecken.
Ein Hinweis bei den Ermittlungen gegen einen früheren Siemens-Manager, der ausweislich der Panama Papers schwarze Kassen auf den Bahamas geführt haben soll, hat in die Stadt Buchholz geführt. Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft München 1 hatte ein in Buchholz lebender Mann Besuch von einem Geschäftsführer der Mamsa genannten Privatbank von Mossack Fonseca. Beide seien privat bekannt.
Diese Verbindung habe das Bundeskriminalamt (BKA) so interessant gefunden, dass es die Polizeidirektion Harburg in Amtshilfe tätig werden ließ. Der Buchholzer sei am 20. Juni 2018 erkennungsdienstlich behandelt worden. Das heißt: Die Polizei nahm seine Fingerabdrücke, erstellte Fotos und nahm die Körpermaße.
Bei dem Buchholzer handelt es sich um keinen Beschuldigten, sondern um einen sogenannten unbeteiligten Dritten, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München 1 dem WOCHENBLATT. So kam die Nordheidestadt in Verbindung mit den weltweiten Enthüllungen zu Geldwäsche und Steuerhinterziehung.

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