Gewerbeentwicklung
Gemeinde Seevetal schreibt die Stelle eines hauptamtlichen Wirtschaftsförderers aus

Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen mit Unternehmenskümmerer Andreas Schmidt
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ts. Seevetal. Die Gemeinde Seevetal stellt die Wirtschaftsförderung neu auf. Sie schafft eine hauptamtliche Stelle, um ansässigen Unternehmen einen Kümmerer beiseitezustellen und neue Unternehmen in die einwohnerstärkste Flächengemeinde Deutschlands zu bringen. Die Stellenausschreibung ist erfolgt. Vorgesehen ist, dass sich die Bewerber ab dem 27. April vorstellen.
Bislang betreibt die Gemeinde Seevetal Wirtschaftsförderung als Teilzeitdienstleistung. Seit dem Jahr 2004 hat Andreas Schmidt die Stabsstelle inne. Zusätzlich erledigt er die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde, setzt sich für Verbesserungen im öffentlichen Personennahverkehr ein und ist Ansprechpartner für die Kulturszene. Auf Bundes- oder Landesebene würde man von einem Superminister sprechen. "Er macht mehr als 100 Prozent", sagt Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen (CDU), die Andreas Schmidt ihre rechte Hand nennt.
In Teilzeit fehle die Zeit, aktive Wirtschaftsförderung zu betreiben, sagt Andreas Schmidt. Aktiv, das bedeutet, auf Unternehmen zuzugehen und ihnen eine Ansiedlung auf Seevetaler Boden schmackhaft zu machen. "Und die ansässigen Betriebe brauchen jemanden, der zwischen ihren Interessen und der Verwaltung vermittelt. Die Pflege der ansässigen Unternehmen hat Tradition bei uns", sagt Schmidt. Wirtschaftsförderung ist Beziehungsarbeit.
Hauptamtlicher Wirtschaftsförderer oder hauptamtlicher Pressesprecher - Andreas Schmidt stand vor der Wahl. Sein Herz habe sich für die Öffentlichkeitsarbeit entschieden, sagt er. Eine Aufgabe mit hoher Priorität, macht die Bürgermeisterin deutlich: "Unsere Gemeinde soll in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Das ist unser Anspruch", sagt Martina Oertzen.
28 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer erwartet die Gemeinde Seevetal in diesem Jahr. 3.500 Unternehmen sind in der Gemeinde ansässig, von Deutschlands größtem überdachten Gartencenter über den Gemüsegiganten Behr AG bis zu selbstständigen Boutiquenbetreibern und Freiberuflern. 15.000 Arbeitsplätze sind mit ihnen verbunden. Das macht deutlich: Auf den hauptamtlichen Wirtschaftsförderer kommen Herausforderungen zu. Auch, weil der Gemeinde die Gewerbeflächen ausgegangen sind.
Der hauptamtliche Wirtschaftsförderer soll die Unternehmen bei der Digitalisierung der Gewerbegebiete unterstützen, die Elektromobilität fördern, Fördermittel generieren und Marketingstrategien erarbeiten. Die Stelle ist unbefristet. Bürgermeisterin Martina Oertzen ist sich sicher: "Das wird ein Erfolgsmodell."

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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