Jobcenter "saß" auf wichtigen Papieren

Wolfgang Schütt hat einen langen Kampf mit dem Jobcenter hinter sich
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thl. Stelle. "Wenn ich keine Freunde gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich verhungert." Das sagt Wolfgang Schütt (57) aus Stelle. Der Frührentner ist stinksauer auf den Jobcenter in Winsen. Grund: Das Amt "saß" wochenlang auf wichtigen Papieren für seine Rente. "Ich wurde immer vertröstet. Zudem wurde mir gesagt, man habe viel zu tun, da müssten Rentensachen hinten anstehen", so der dreifache Vater. In seiner Not wendete sich Wolfgang Schütt an das WOCHENBLATT - und plötzlich ging alles ganz schnell.
Die Geschichte: Am 3. März dieses Jahres stellte Schütt's Krankenkasse die Zahlung des Krankengeldes ein, nachdem er einen Bescheid über einen Rentenanspruch rückwirkend bis zum 1. Juli 2012 bekommen hatte. Doch zahlen konnte die Rentenversicherung nicht, weil vom Jobcenter, der das monatliche Krankengeld von Wolfgang Schütt aufstockte, noch eine Aufstellung der geleisteten Zahlungen fehlte. "Da ist bei denen doch alles im Computer abgespeichert, die müssen das doch nur einmal ausdrucken", so Schütt. Doch dieser eine Knopfdruck war offensichtlich zu viel für die zuständige Sachbearbeiterin.
"Ende März bekam ich dann 140 Euro überwiesen", erzählt Schütt. Genau die Summe, die er bisher als Aufstockung bekam. "Ich konnte keine Miete zahlen und nichts zu Essen kaufen", sagt er. Ein Hinweis beim Jobcenter auf seine Situation sei mit dem Satz, er müsse sich gedulden, abgebügelt worden.
Daraufhin wandte sich Wolfgang Schütt an das WOCHENBLATT. Und plötzlich kam Bewegung in die Sache. Innerhalb von drei Tagen traf die Aufrechnung bei der Rentenversicherung ein. Zudem sicherte das Jobcenter zu, Schütt auch für den Monat Mai noch die Grundsicherung zu gewähren, bis die Rentenzahlungen laufen. "Ich konnte es kaum glauben, das Geld kam tatsächlich und pünktlich", sagt Wolfgang Schütt und bedankt sich beim WOCHENBLATT für die Hilfe.

Autor:

Thomas Lipinski aus Winsen

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