Bürger-Mehrheit gegen Aldi

Michael Feske | Foto: oh

thl. Stelle. Die Mehrheit der Steller Bürger sieht die Ansiedlung eines Aldi-Zentrallagers kritisch oder lehnt es komplett ab. Zu diesem Schluss kommt die Steller SPD nach der Auswertung ihrer Umfrage. Wie berichtet, hatten die Sozialdemokarten kürzlich vor Edeka Benecke einen Infostand aufgebaut und dort die Bürger zum Thema "Aldi-Ansiedlung" befragt. Mehr als 100 Steller nahmen daran teil.
"Am meisten wird der zunehmende Verkehr als Argument ins Spiel gebracht. Aber auch die Minderung der Wohn- und Lebensqualität aufgrund des Landschaftsverbrauchs", sagt SPD-Ortsvereins-Vorsitzender Michael Feske. Einige Teilnehmer hätten sogar die Ausweisung von neuen Gewerbegebieten generell abgelehnt und dabei auf die Schuldenfreiheit der Gemeinde Stelle verwiesen.
Die Schuldenfreiheit führten auch die Befürworter des Aldi-Projektes an und schlugen vor, die Gemeinde könne die zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen für die Finanzierung von Bildungsprojekten in Kitas und Schulen nutzen, sowie um die Gebühren für Kitas, Hort und Krippe zu senken. Die Bürger seien sich zudem sicher, dass sich der Verkehr in der Gemeinde auch erhöhen werde, wenn Aldi sich in Maschen ansiedelt, so Feske. "Viele regten an, die 'Nicht vor meiner Haustür'-Mentalität auszublenden, nicht zuletzt, weil bereits 80 Prozent der von Aldi benötigten Fläche bereits als Gewerbegebiet ausgewiesen sind", so der SPD-Chef.
Die Sozialdemokraten wollen jetzt aus den Anregungen einen Kriterienkatalog entwickeln und in die politische Diskussion einbringen. Eine abschließende Meinungsbildung habe es in der Partei noch nicht gegeben, so Feske. Dazu müssten noch viele Fragen grundsätzlich geklärt werden. Klar sei aber, eine Aldi-Ansiedlung "um jeden Preis" komme nicht in Frage.

Leserreporter:

Thomas Lipinski aus Winsen

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