Bürgermeisterwahlkampf Stelle
Wenn Tradition auf Start-up trifft
- Von links: Jannik Stuhr und Lena Düpont MdEP besuchten den Hof Wiegels in Ashausen
- Foto: Luisa Schiffner
- hochgeladen von Jan Filter
Der Steller CDU-Bürgermeisterkandidat Jannik Stuhr hat gemeinsam mit der Europaabgeordneten Lena Düpont den landwirtschaftlichen Familienbetrieb Wiegels in Ashausen besucht. Im Zentrum des Treffens standen die Herausforderungen der heimischen Landwirtschaft, die Bedeutung von Direktvermarktung und der aktuell laufende Generationswechsel auf dem Hof.
Siegfried und Katja Wiegels betreiben in Ashausen einen vielseitigen Hof mit Rinderhaltung und Blumenanbau. Für viele Kunden aus der Umgebung ist der dazugehörige Hofladen längst ein fester Anlaufpunkt für den Wocheneinkauf. Doch der landwirtschaftliche Betrieb ruht sich nicht auf Bewährtem aus. Die Hofübergabe an die nächste Generation, namentlich Kilian Kaiser und Jan Uhrbach, läuft bereits auf Hochtouren. Dass moderne Landwirtschaft auf dem Dorf auch völlig neue Wege gehen kann, beweist Tochter Madelene Uhrbach: Mit ihrem Projekt „Naschikarre“ hat sie einen Online-Verleih für Partyzubehör gegründet und betreibt einen dazugehörigen Showroom in Ashausen.
Beim Rundgang über den Hof wurde im Gespräch aber auch klar, wo der Schuh drückt. Landwirte in der Region kämpfen mit immer ausufernder Bürokratie, steigenden Auflagen und einem enormen wirtschaftlichen Druck. Jannik Stuhr betonte deshalb die Notwendigkeit von verlässlichen Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft. „Betriebe wie der Hof Wiegels stehen für die Stärke unseres ländlichen Raums“, erklärte der Bürgermeisterkandidat. Sie verbänden Tradition mit neuen Ideen und leisteten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Versorgung sowie zur Identität der Gemeinde. Neue Nutzungskonzepte und die gezielte Unterstützung von Familienbetrieben müssten politisch noch stärker gefördert werden.
Auch die große europäische Bühne spielt für die Landwirte an der Geest eine entscheidende Rolle im Alltag. Die Europaabgeordnete Lena Düpont wies bei dem Treffen darauf hin, dass die wesentlichen Vorgaben für die Branche in Brüssel gemacht werden. „Umso wichtiger ist es, die Perspektiven der Betriebe vor Ort in die politischen Prozesse einzubringen“, unterstrich Düpont. Für Jannik Stuhr steht nach dem Ortstermin fest, dass Wirtschaftsförderung ganz unten anfangen muss: Eine starke lokale Wirtschaft beginne direkt vor unserer Haustür. Das gemeinsame Ziel müsse es sein, landwirtschaftliche Betriebe, Handwerker und mutige Gründer unbürokratisch zu unterstützen, damit sie der Gemeinde erhalten bleiben und sich zukunftssicher aufstellen können.
Redakteur:Jan Filter aus Winsen |
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