A1
+++ Update +++ Vier teils schwer Verletzte bei Unfall und Folgeunfall - Biker verstorben
- Mit technischem Gerät befreite die Feuerwehr die Beifahrerin aus dem Hyundai
- Foto: Nils Renken / Feuerwehr
- hochgeladen von Bianca Marquardt
Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Sonntag, 9. März 2025, gegen 15.10 Uhr auf der Autobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Heidenau und Hollenstedt, in dessen Folge es auch zu einem weiteren schweren Unfall am Stauende kam. Insgesamt wurden hierbei vier Personen schwer verletzt und mussten mit Notarztbegleitung per Rettungswagen oder Rettungshubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Sechs weitere Personen brauchten psychologische Betreuung durch das Kriseninterventionsteam der Johanniter Unfallhilfe.
Wie die Polizeiinspektion Rotenburg am Mittwoch, 26. März, mitteilte, ist der 74-jährige Motorradfahrer (Harley-Davidson), der bei dem Folgeunfall gestürzt war und lebensbedrohliche Verletzungen erlitten hat, in der Nacht vom 22. März auf den 23. März 2025 im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Die Ermittlungen dauern an.
Rückblick:
Am 9. März um 15.10 Uhr wurden die Feuerwehr Heidenau, das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Tostedt sowie der Rüstwagen der Feuerwehr Hollenstedt zu dem schweren Verkehrsunfall auf der A1 Richtung Hamburg alarmiert. Zeugen hatten einen Hyundai gemeldet, der nach einem Unfall im Seitenraum der Autobahn zum Stehen gekommen war, nachdem sich der Wagen überschlagen hatte.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen wechselte der 52-jährige Hyundai-Fahrer von der rechten auf die mittlere Spur. Ein 26-jähriger Fahrer eines VW Golf musste daraufhin ausweichen und wechselte auf die linke Spur. Dort kollidierte er mit dem VW Golf eines 89-Jährigen. Durch den Aufprall wurde der 26-Jährige wieder nach rechts geschleudert und prallte gegen den Hyundai. Der 52-jährige Hyundai-Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und landete im Seitenraum. Er und seine 50-jährige Beifahrerin wurden im Fahrzeug eingeklemmt.
Bei Eintreffen der Feuerwehr war der Fahrer bereits aus dem Fahrzeug befreit und wurde vom Rettungsdienst erstversorgt.
Durch die Feuerwehr und Polizei wurden der Hauptfahrstreifen sowie die Zufahrt zum Parkplatz Stellheide gesperrt, der Verkehr konnte somit zunächst auf zwei Fahrspuren an der Einsatzstelle vorbeifahren.
Einsatzkräfte der Feuerwehr Heidenau verschafften sich Zugang zum Pkw, um die Erstversorgung der Beifahrerin im Wagen sicherzustellen. Mittels hydraulischer Rettungsgeräte entfernten die Feuerwehrleute dazu das Dach des Fahrzeugs und holten sie mit einem Spineboard aus dem Fahrzeug.
Währenddessen kam es jedoch zu einem weiteren schweren Verkehrsunfall - nur rund 500 Meter vor der ersten Einsatzstelle entfernt, kurz vor dem Parkplatz Stellheide: Ein 74-jähriger Motorradfahrer (Harley-Davidson) und ein 58-jähriger Motorradfahrer (Triumph B17) wechselten aufgrund der Sperrung vom Hauptfahrstreifen auf die Mittelspur. Ein 20-jähriger Fahrer eines VW Passat reagierte nicht mehr rechtzeitig und fuhr auf die Maschine des 74-Jährigen auf. Der Motorradfahrer stürzte auf die Fahrbahn und erlitt lebensbedrohliche Verletzungen. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Aufprall
wurde sein Motorrad gegen zwei weitere Pkw geschleudert. Der 58-jährige Motorradfahrer kam ohne Kollision ebenfalls zu Fall.
Umgehend wurden freie Einsatzkräfte der Feuerwehren Tostedt und Hollenstedt aus dem ersten Einsatz abgezogen, die den Unfallbeteiligten zu Hilfe eilten, die Erstversorgung der beiden Motorradfahrer einleiteten und weitere betroffene Personen betreuten. Ein freier Rettungswagen und ein Notarzt aus der ersten Einsatzstelle übernahmen umgehend die medizinische Versorgung der beiden Schwerverletzten.
Durch die Polizei wurde die Autobahn in Richtung Hamburg nach dem zweiten Unfall voll gesperrt, die Fahrbahn war mit Trümmerteilen übersät. Zur medizinischen Versorgung der Schwerverletzten wurden durch die vor Ort befindlichen Rettungsdienstkräfte über die Leitstelle ein weiterer Notarzt aus Zeven (Kreis Rotenburg) sowie ein weiterer Rettungswagen aus Elstorf angefordert. Zusätzlich flog der Rettungshubschrauber Christoph 29 vom Bundeswehrkrankenhaus Hamburg die Einsatzstelle mit einem weiteren Notarzt an.
Im Einsatz waren vier Rettungswagen sowie vier Notärzte aus den Landkreisen Harburg, Stade, Rotenburg und der Stadt Hamburg. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen sowie die Unfallaufnahme wurde die Autobahn A1 in Fahrtrichtung Hamburg für mehrere Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde großräumig umgeleitet.
Neben den rund 50 Einsatzkräften der Feuerwehr unter der Leitung des Gemeindebrandmeisters Sven Bauer waren rund 25 Kräfte des Rettungsdienstes und die Polizei mit mehreren Streifenwagen der Autobahnpolizei vor Ort. Den Gesamtschaden beider Unfälle schätzt die Polizei auf rund 75.000 Euro.
Redakteur:Bianca Marquardt aus Tostedt |
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