Scheeßel
Größter bundesweiter DRK-Einsatz beim Hurricane-Festival

Dort im Einsatz, wo andere unbeschwert feiern: Mitglieder der Bereitschaft des DRK-Kreisverbands Harburg-Land | Foto: Antje Wulf/DRK-Kreisverband Harburg-Land
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  • Dort im Einsatz, wo andere unbeschwert feiern: Mitglieder der Bereitschaft des DRK-Kreisverbands Harburg-Land
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Vier Tage Musik, Energie und Emotionen – und rund 65.000 Festivalgäste, die sich auf eines verlassen konnten: medizinische Sicherheit rund um die Uhr. Beim diesjährigen Hurricane Festival übernahm das Deutsche Rote Kreuz erneut die Hauptverantwortung für Sanitäts- und Rettungsdienst – im Rahmen des bislang größten DRK-Einsatzes bundesweit. Federführend war der DRK-Kreisverband Harburg-Land unter Leitung von Kreisbereitschaftsleiter Oliver Voß, unterstützt von insgesamt 13 Kreisverbänden aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Von der entfernten Zecke über Krampfanfälle bis hin zu Knochenbrüchen – in rund 1.800 Fällen leisteten die DRK-Kräfte Hilfe. Die Bandbreite der Einsätze war so vielfältig wie das Festival selbst. Die hohe Zahl an Versorgungen spiegelt die Dimension dieses Einsatzes und die enge Abstimmung aller beteiligten Organisationen wider.

Aufbau der medizinischen Infrastruktur

Bereits Tage vor Festivalbeginn lief der Aufbau der medizinischen Infrastruktur auf Hochtouren: Sanitätsstationen, Rettungsfahrzeuge, mobile Einsatztrupps und Notärztinnen und -ärzte wurden eingeplant, Dienstpläne erstellt, Versorgungsbereiche aufgebaut und Schlafplätze vorbereitet. Über das gesamte Festivalwochenende hinweg waren mehr als 400 Kräfte in einem eng  getakteten Schichtsystem im Einsatz – der Großteil davon ehrenamtlich. Die zentrale Einsatzleitung erfolgte in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr aus dem Landkreis Rotenburg, die sämtliche Einsätze koordinierte.

Viele Helfende verbringen neben Studium oder Vollzeitjob das Wochenende im Dienst. So wie Sanitäterin Stefanie Gutzmann vom DRK-Kreisverband Harburg-Land. Die Studentin liebt die Gemeinschaft und die Stimmung vor Ort und hat sich nicht zum ersten Mal das Wochenende für das Hurricane Festival freigehalten: „Man trifft hier auf Kolleginnen und Kollegen, die man vielleicht nur einmal im Jahr sieht – und doch funktioniert die Zusammenarbeit sofort. Dieses Vertrauen trägt uns durch die intensivsten Phasen des Einsatzes,“ so Gutzmann. Ein ganz besonderes Wochenende und ein ebenso besonderes Miteinander – trotz stressiger Momente ist der Einsatz beim Hurricane Festival bei vielen Ehrenamtlichen beliebt.

Helfen, wo andere feiern

Neben professioneller Ausstattung und fundierter Ausbildung bietet das Ehrenamt beim DRK gelebte Gemeinschaft, wertvolle Erfahrungen und die Gewissheit, mit dem eigenen Engagement eine konkrete Wirkung zu erzielen. Großeinsätze wie das Hurricane Festival zeigen, wie unverzichtbar freiwilliges Engagement für den Bevölkerungsschutz ist – auch und gerade dort, wo andere unbeschwert feiern.

Dort im Einsatz, wo andere unbeschwert feiern: Mitglieder der Bereitschaft des DRK-Kreisverbands Harburg-Land | Foto: Antje Wulf/DRK-Kreisverband Harburg-Land
Die Gemeinschaft der Helfenden spielt für den Einsatz eine große Rolle, in der Mitte: Dustin Bargfrede von der Bereitschaft des DRK Tostedt | Foto: Antje Wulf/DRK-Kreisverband Harburg-Land
Die Helfenden des DRKs aus insgesamt 14 Kreisverbänden beim Sanitätsdiensteinsatz auf dem Hurricane-Festival 2025 | Foto: Antje Wulf/DRK-Kreisverband Harburg-Land
Kreisbereitschaftsleiter Oliver Voß (li.) bei der Einsatzkoordination | Foto: Antje Wulf/DRK-Kreisverband Harburg-Land
Rund 1.800 Einsätze verzeichnete das DRK in diesem Jahr | Foto: Antje Wulf/DRK-Kreisverband Harburg-Land
Redakteur:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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