Zum Schutz der Weidetiere
CDU will wolfsfreie Gebiete ausweisen

Andrea Herold (re.) informierte (v. li.) Europaabgeordnete Lena Düpont sowie die Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke und André Bock (alle CDU)
  • Andrea Herold (re.) informierte (v. li.) Europaabgeordnete Lena Düpont sowie die Landtagsabgeordneten Heiner Schönecke und André Bock (alle CDU)
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bim/nw. Inzmühlen. Die Schäferei Herold in Handeloh-Inzmühlen besuchte die CDU-Europaabgeordnete Lena Düpont im Rahmen ihrer Sommertour. Begleitet wurde sie von den CDU-Landtagsabgeordneten André Bock und Heiner Schönecke. Schäferin Andrea Herold berichtete ihnen von ihren Problemen durch die Zunahme der Wölfe in der Region und die Verordnung zum Naturschutzgebiet (NSG) „Lüneburger Heide“.
Die Schäferei Herold bewirtschaftet rund 650 Hektar Heide im NSG "Lüneburger Heide“. Ihre Hüteherde besteht aus 350 Heidschnucken, 50 Ziegen und sieben Pferden. Seit dem Jahr 2007 seien ca. 540 Kilometer bewegliche Zäune zur Sicherung gegen den Wolf und Festeinzäunungen vorgenommen worden.
Andrea Herold: „Seit 2014 nimmt der Wolfsbestand stetig zu. Die Folge sind Stressschäden - total panische Tiere, die ihre eigenen Lämmer töten und selbst uns angreifen." Die Herde sei nach einem Wolfsangriff oder auch nur einer Sichtung sehr schwierig zu hüten, da die Hütehunde sich der Herde nicht mehr nähern dürften, erläuterte die Schäferin. "Der Bestand an Reh- und Rotwild nimmt in unseren Hütegebieten jährlich ab. Dadurch erhöht sich bereits jetzt der Druck auf unsere Heidschnuckenherden und die Ziegen", sagte Andrea Herold. "Die Unterhaltung, Reparatur und tägliche Kontrolle der Einzäunungen, der Zukauf von Mutterschafen, die Kürzung der Prämie durch zu kurze Beweidung wegen des Wolfes, 30 Prozent weniger Lämmer aufgrund des Stresses stellen einen erheblichen zusätzlichen Arbeits- und Kostenaufwand dar.“
Dazu sagte Heiner Schönecke: „Die Heidschnucke ist ein unverzichtbarer Landschaftspfleger der Heidefläche, und auf den Deichen sorgen die Schafe mit der Deichbeweidung für den Küstenschutz. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass die Schäfereien ausreichend finanzielle Unterstützung zur Absicherung ihrer Herden bekommen.“
Lena Düpont: „Bei der Frage nach dem richtigen Umgang mit dem Wolf und der Unterstützung für Schäfereien sind alle politischen Ebenen gefragt, an einem Strang zu ziehen.“
Nach Angaben der Landtagsabgeordneten gibt es aktuell in Niedersachsen über 26 Wolfsrudel oder rund 240 Tiere. Wölfe hätten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Schafe, Ziegen und Rinder gerissen.
André Bock: „Die CDU-Landtagsfraktion hat als politisches Ziel beschlossen, den Wolf bei der nächsten Novelle des Jagdgesetzes mit ins Jagdrecht aufzunehmen. Dies ist natürlich nur ein erster Schritt. Vielmehr müssen wir uns politisch mehr um die wirtschaftlichen Belange auch der Schäfereien kümmern.“
Seit Mai liege der Entwurf einer Wolfsverordnung vor. „Mir geht diese Verordnung nicht weit genug. Die Schäfereien müssen weiterhin damit leben, dass ihre Herden angegriffen werden. Wir müssen konsequent wolfsfreie Gebiete ausweisen. Dort wo die Tiere nicht ausreichend geschützt werden können, darf der Wolf erst gar nicht sesshaft werden“, sagte Heiner Schönecke.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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