bim. Landkreis. Nachdem die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) einen ersten Zwischenbericht vorgelegt hat mit 90 Teilgebieten auf 54 Prozent der Fläche der Bundesrepublik, die für eine Endlagerung von Atommüll näher untersucht werden sollen, finden nun die ersten Online-Sprechstunden statt. Wie berichtet, kommen auch drei Gebiete im Landkreis Harburg von der Geologie her infrage, nämlich Flächen in den Bereichen Otter-Todtshorn, Egestorf-Soderstorf und Toppenstedt-Wulfsen. Alle drei Gebiete weisen jeweils in ausreichender Tiefe und Mächtigkeit Steinsalz in steiler Lagerung als grundsätzlich geeignetes Wirtsgestein auf.
Das Teilgebiet Nr. 34 betrifft eine 52 Quadratkilometer große Fläche im Bereich Stemmen (Kreis Rotenburg) und Otter-Todtshorn (Samtgemeinde Tostedt).
Das Teilgebiet Nr. 35 erstreckt sich über 19 Quadratkilometer und Teile der Stadt Winsen und der Samtgemeinde Salzhausen. Betroffen sind Flächen der Winsener Ortsteile Bahlburg, Luhdorf und Pattensen sowie der Gemeinden Garstedt und Wulfsen der Samtgemeinde Salzhausen.
Das Teilgebiet Nr. 36 liegt in den Samtgemeinden Hanstedt und Amelinghausen (Landkreis Lüneburg) sowie in geringem Umfang auch in der Samtgemeinde Salzhausen und umfasst 26 Quadratkilometer. Betroffen sind Flächen der Gemeinden Egestorf (Samtgemeinde Hanstedt), Soderstorf (Samtgemeinde Amelinghausen) und Eyendorf (Samtgemeinde Salzhausen).
Die Sprechstunden finden statt am 29. Oktober um 17 Uhr zu dem Teilgebiet Nr. 36 und um 20 Uhr zu dem Teilgebiet Nr. 35 sowie am 30. Oktober um 17 Uhr zum Teilgebiet 34 und werden auf dem Youtube-Kanal der BGE übertragen unter www.youtube.com/channel/UCgzaj989xHJFTVRC2NNusJw. Während des Livestreams können alle Interessierten ihre Fragen über die Chatfunktion bei Youtube stellen. Unter Angabe der Kennung des Teilgebiets besteht die Möglichkeit, sich, bereits im Vorwege mit Fragen an dialog@bge.de zu wenden:

  • 034_00TG_054_00IG_S_s_z für Teilgebiet Nr. 34,
  • 035_00TG_057_00IG_S_s_z für Teilgebeit Nr. 35,
  • 036_00TG_058_00IG_S_s_z für Teilgebiet Nr. 36.

Winsens Bürgermeister André Wiese: „Mehr als die Hälfte des gesamten Bundesgebietes ist danach noch im Rennen. Deshalb besteht jetzt noch kein Grund zur Sorge. Aber als geologisch grundsätzlich geeignetes Teilgebiet sollten wir uns an dem weiteren Prozess aufmerksam und kritisch beteiligen.“
Hanstedts Samtgemeindebürgermeister Olaf Muus: „Man braucht sich keiner Illusion hinzugeben, dass es einen Ort in Deutschland gibt, der diese Endlagerstätte freiwillig haben will. Umso wichtiger ist ein ergebnisoffenes und transparentes Verfahren - nach gesetzlich festgelegten fachlichen Kriterien - und unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit.“
Wolfgang Krause, Bürgermeister der Samtgemeinde Salzhausen: „Es ist noch nicht die Zeit, um Widerstand zu organisieren, Unterschriften zu sammeln und Resolutionen zu verabschieden. Aber wir sollten doch von Beginn an jede eröffnete Möglichkeit nutzen, unsere Interessen und Bedenken in dem Verfahren vorzubringen.“
Der Zwischenbericht ist nur der erste Schritt eines gesetzlich festgelegten Verfahrens, das noch eine Reihe weiterer Bewertungen, Erkundungen und Abwägungen umfasst und bis zum Jahr 2031 dauern wird.
• Weiterführende Informationen, auch über die Beteiligungsmöglichkeiten, z.B. an der digitalen Fachkoferenz am 17. Oktober, gibt es auf der Internetseite des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) unter www.endlagersuche-infoplattform.de.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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