In Tostedt
Triftstraßen-Häuser sollen flach und begrünt werden

So könnte das Bauvorhaben zwischen Trift- und Fritz-Reuter-Straße aussehen
  • So könnte das Bauvorhaben zwischen Trift- und Fritz-Reuter-Straße aussehen
  • Foto: Visualisierung: Gottschalk Projektbau-GmbH
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bim. Tostedt. Die Stellungnahmen der Behörden und Bürger zu dem Bauvorhaben der Gottschalk Projektbau-GmbH in Tostedt beschäftigten nun den Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Tostedt. Wie mehrfach berichtet, will das Unternehmen im rückwärtigen Bereich der Hausnummern 19 und 21 zwischen Trift- und Fritz-Reuter-Straße zwei Mehrfamilienhäuser, mit zwei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss, mit je acht Wohneinheiten bauen. Die Anwohner hatten u.a. Bedenken gegen die Gebäudehöhe und die Abstände zur bestehenden Bebauung geäußert.
Nachdem mehrere Abstimmungsgespräche mit der Verwaltung und auch eines mit den Anliegern stattgefunden haben, hat Dipl-Ing. Ingo Gottschalk umgeplant. Statt Satteldach sollen die Häuser nun ein begrüntes Flachdach erhalten. Dadurch werden die Häuser statt der zunächst geplanten elf nur 9,30 Meter hoch. Das beauftragte Planungsbüro Patt hatte deshalb vorgeschlagen, die maximale Gebäudehöhe auf zehn Meter festzusetzen. Das Staffelgeschoss wird um 1,20 Meter nach Innen versetzt. Die Mehrfamilienhäuser sollen näher zusammengebaut und dadurch größere Abstände zur Bestandsbebauung erreicht werden.
Der Anregung zum Thema Klimaschutz werde mit der Verdichtung als nachhaltige städtebauliche Entwicklung Rechnung getragen. Ausgleichsflächen seien für Pläne der Innenentwicklung nicht notwendig. Es gebe aber Festsetzungen zur Begrünung, erläuterte Stadtplanerin Hedda Ahlers vom Planungsbüro Patt.
Die Grundflächenzahl (GRZ) von 0,3 - also einer Bebauung von 30 Prozent der Grundstücksfläche - entspräche der Größenordnung der vorhandenen, umliegenden Gebäude.
Da durch die Aufstellung des Bebauungsplanes alle Gebäude in dem Gebiet zweigeschossig gebaut werden dürften, würde ein Anlieger Probleme bekommen, wenn auf einem bislang unbebauten Grundstück neben seinem ein Gebäude errichtet würde. Seine Terrasse wäre dann dauernd ab 17 Uhr ohne Sonne. "Jeder muss mit Verschattung leben. Das hier wäre aber ein größerer Eingriff", gab Gemeindedirektor Dr. Peter Dörsam zu bedenken. Darauf müsse besonders geachtet werden.
"Wir haben versucht, auf alle Belange und Wünsche einzugehen", sagte Dipl.-Ing. Ingo Gottschalk. Trotz seiner Umplanung war Nadja Weippert (Grüne) nicht zufrieden. "Das ist kein guter Kompromiss. Die Anwohner sind gegen Zweigeschossigkeit. Das sind nicht die Wohnungen, die wir brauchen, wir brauchen sozialen Wohnraum. Wenn man die Bautätigkeit drumherum sieht, sind wir auf dem Weg zu Klein-Krech. Auch unsere Infrastruktur muss hinterherkommen", schimpfte sie. "Entweder bauen wir in die Fläche, oder wir machen Innenverdichtung. Das und die kurzen, fußläufigen Wege zu Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten und Apotheken sind ökologisch", entgegnete Gerhard Netzel (SPD).
In der Sitzungsunterbrechung bemängelten zwei Anwohnerinnen, dass die Planung zu "pompös" und "bombastisch" sei und baten darum, auf die vier Wohnungen im Staffelgeschoss zu verzichten. Umstritten war auch die Festsetzung der Gebäudehöhe im Bebauungsplan auf zehn Meter, obwohl eines der bestehenden Gebäude 10,55 Meter hoch ist.
Dörsam regte als Kompromiss an, die Traufhöhe (Tropfkante am Dach) auf 9,30 Meter und die Firsthöhe (obere Dachkante) auf zehn Meter festzusetzen und das Staffelgeschoss noch etwas mehr zurückzusetzen, damit es nicht mehr den Charakter einer Dreigeschossigkeit habe.
Letztlich empfahl der Ausschuss bei zwei Enthaltungen, die während der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen sollen gemäß der Abwägung sowie den in der Beratung erfolgten Änderungen und Ergänzungen berücksichtigt werden. Auch soll der Bebauungsplan erneut öffentlich ausgelegt werden.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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