Samtgemeinderat Tostedt
Weitere Schulsporthallenplanung für Handeloh stand auf der Kippe

Die Handeloher Sporthalle ist nur 179 Quadratmeter groß
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  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Tostedt. Bei den Planungen für den Neubau der in die Jahre gekommenen und zu kleinen Sporthalle in Handeloh aus dem Jahr 1959 schien eigentlich alles klar. In der Sitzung des Samtgemeinderates stand das Vorhaben dennoch jetzt auf der Kippe, weil die Handeloher CDU sowohl die von der Gemeinde Handeloh als Kostenbeteiligung in Aussicht gestellten 550.000 Euro als auch die von der Verwaltung für den Schulsportbedarf ermittelte Hallengröße von 250 Quadratmetern infrage stellte.
Rückblick: Seit vergangenen September wurde das Thema in den politischen Gremien diskutiert - im Schulausschuss der Samtgemeinde und in den Ausschüssen in Handeloh. Ein im Mai extra einberufener Samtgemeinde-Schulausschuss hatte einstimmig grünes Licht gegeben, die Planung für einen Sporthallenneubau samt Räumen für die Nachmittagsbetreuung voranzutreiben. Und die Gemeinde Handeloh hatte nach einstimmigem Verwaltungsausschussvotum signalisiert, sich an den Kosten für eine Einfeldsporthalle (405 Quadratmeter, 2,7 Millionen Euro), zu beteiligen, weil die Halle über die Größe für rein schulische Zwecke hinausgeht und auch für die Nutzung durch den TV Welle vorgesehen werden soll.
Doch in der Handeloher Ratssitzung, die einen Tag vor der Samtgemeinderatssitzung stattfand, hätte die CDU einen Antrag gestellt - unterstützt von Grünen und FDP - der keine Kostenbeteiligung der Gemeinde vorsah, berichtete der Handeloher WG-Ratsherr Harald Stemmler. Da ein Mitglied der Mehrheitsgruppe aus WG und SPD fehlte, habe es bei Abstimmungen über zwei Anträge pro und contra Kostenbeteiligung einen Patt gegeben.
Samtgemeinderat Stefan Walnsch nannte die Kosten und Größen anderer Schulsporthallen und den Beteiligungsanteil der jeweiligen Gemeinden. An den im Jahr 2010 eingeweihten Zweifeldhallen in Wistedt und Heidenau zu je 2,2 Millionen Euro beteiligte sich die Gemeinde Heidenau mit 600.000 Euro und übernahm die Erschließung, Wistedt übernahm einen Anteil von 750.000 Euro. Zu den Kosten der Einfeldhalle in Otter aus dem Jahr 1991 in Höhe von 819.000 Euro steuerte die Gemeinde 288.000 Euro bei. Was die Größen angeht, gebe es seit 2002 keine "Schulbauhandreichungen" zu Umfang und Ausgestaltung von Schulanlagen mehr. Eine 250 Quadratmeter große Halle sei auskömmlich, um Grundschulkindern Sport zu ermöglichen, so Walnsch. Die Grundschulsporthalle in der Dieckhofstraße sei 190, die in Todtglüsingen 290 Quadratmeter groß.
"Nirgends würde heute eine Halle gebaut, die kleiner ist als eine Einfeldhalle", meinte der Handeloher CDU-Mann Andreas Dyck. Er fand es "unmöglich, dass eine Kostenbeteiligung der Gemeinde eingefordert wird."
Nach einer 15-minütigen Sitzungsunterbrechung gab es schließlich einen "Kompromiss", der einstimmig befürwortet und auch von den Handeloher Ratsherren Andreas Dyck und Dr. Hans-Christian Schröder (FDP) mitgetragen wurde: Die Samtgemeinde soll die Planung für den Bau einer Einfeldhalle samt Räumen für die Nachmittagsbetreuung vorantreiben. Voraussetzung ist eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde Handeloh, die Höhe dieser Kosten soll unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung mit den übrigen Schulsporthallenstandorten ermittelt werden. Die Verwaltung soll einen Förderantrag für die Baumaßnahme über den Landkreis Harburg beim Land stellen.

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