Abschied vom Ehrenvorsitzenden Gernold Spletter
Ein Leben für die Tennis-Sparte im SV Trelde-Kakenstorf
- Gernold Spletter verstarb im Alter von 73 Jahren
- Foto: S. Pötzscher
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Mit großer Bestürzung nimmt die Tennissparte des SV Trelde-Kakenstorf Abschied von einem Menschen, der weit mehr war als ein Funktionsträger: Gernold Spletter hinterlässt eine Lücke, die spürbar bleibt.
"Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Gernold Spletter, unserem langjährigen Ehrenvorsitzenden, Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsmitglied, Jugend- und Pressewart – und vor allem: unserem Freund, der den Tennissport mit ganzem Herzen gelebt hat.
Gernold war über viele Jahre das Herz unserer Tennissparte. Einer, der nicht nur Aufgaben übernahm, sondern Verantwortung trug. Der nicht nur organisierte, sondern gestaltete. Und der mit seiner Begeisterung andere ansteckte. Sein Wirken war geprägt von Leidenschaft, Weitblick und einer Menschlichkeit, die unseren Verein nachhaltig geprägt hat.
Als er 2013 die Vereinsarbeit übernahm, hatte er eine klare Vision. Mit unermüdlichem Einsatz entwickelte er daraus ein Erfolgsmodell, das weit über die Vereinsgrenzen hinausstrahlt. Die Mitgliederzahl wuchs von 95 auf 200 – vor allem aber wuchs eine lebendige Gemeinschaft. Fast 90 Kinder und Jugendliche fanden durch ihn den Weg zum Tennis – und oft auch zu mehr Selbstvertrauen, zu Freundschaften und zu persönlicher Entwicklung.
Gernold sah den Menschen – nicht nur die Leistung. Er erkannte Engagement, förderte Talente und integrierte alle, die Teil der Gemeinschaft sein wollten. Als Motor, Mentor und Motivator gab er unzähligen Menschen Impulse. Ein besonderer Teil dieses Wirkens lebt in den von ihm initiierten Tenniscamps für Kinder und Jugendliche weiter. Die „Summer Days for Kids“ und „Summer Days for Juniors“, über viele Jahre hinweg mit großem Engagement organisiert und begleitet, sind längst fester Bestandteil des Vereinslebens und weit über die Vereinsgrenzen hinaus bekannt. Sie stehen sinnbildlich für seine Leidenschaft, sein Organisationstalent und seinen unermüdlichen Einsatz für die Nachwuchsarbeit.
Sein Einsatz kannte kaum Grenzen. Ob Trainingspläne, Spieltermine, Trainerentwicklung oder die Ausstattung des Trainerraums – Gernold kümmerte sich mit außergewöhnlicher Sorgfalt. Mit einem Augenzwinkern wurde dieser Raum zum „James-Bond-Raum“ – weil es dort schlicht alles gab, was das Tennisherz begehrt.
Er war ehrgeizig und voller Energie – auf dem Platz wie daneben. Selbst mit bandagierten Knien oft schneller als andere. Zugleich war er ruhig, besonnen und gerecht. Einer, der auch in schwierigen Momenten den Überblick behielt und Entscheidungen mit Augenmaß traf.
Gernold hat nicht nur eine Tennissparte aufgebaut. Er hat eine Kultur geschaffen – ein Miteinander, in dem sich Kinder, Erwachsene und Senioren gleichermaßen zuhause fühlen konnten. Er hat Menschen verbunden und Spuren hinterlassen, die bleiben.
Sein plötzlicher Tod macht uns fassungslos. Was bleibt, ist eine große Lücke – und zugleich große Dankbarkeit.
Im Namen aller Mitglieder, des Vorstandes sowie aller Generationen unseres Vereins sagen wir: Danke, Gernold. Für Deine Zeit. Für Deine Kraft. Für Dein Herz. Du wirst immer ein Teil von uns bleiben.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihm nahestanden."
Redakteur:Stefanie Hansen aus Tostedt |
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