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"Day of Tolerance" in Tostedt: Für Vielfalt und Toleranz

Ein Teil des Organisationsteams (v. li.): Die Lehrer Ulrich Graß, Susanne Löwe und Hans-Wilhelm Wilkens sowie die engagierten Jugendlichen Finn und Dennis (Foto: bim)
 
Diese engagierten Tostedter Schüler haben das "House of Tolerance", das kleine Holzhaus, das für Toleranz und Vielfalt steht, entkernt und ihm einen neuen Rahmen gegeben
bim. Tostedt. Das "House of Tolerance", das im August vor fünf Jahren im Rahmen des Bürgerfestes „Bunt, laut, lecker“ in Tostedt auf Initiative des Forums für Zivilcourage und der Evangelischen Jugend entstand, zieht um: Am kommenden Samstag, 18. August, um 15 Uhr wird es im Rahmen eines "Day of Tolerance" vom Tostedter Feuerwehrhaus zu seinem neuen Standort am Jugendzentrum in der Dieckhofstraße gebracht. Dort steigt ab 16.30 Uhr ein Sommerfest mit buntem Bühnen- und Mitmach-Programm.
Das "House of Tolerance" ist ein kleines, von vielen Tostedtern bunt gestaltetes Holzhaus, das für Vielfalt, Offenheit und Solidarität steht.
"Ein Jahr nach dem 'Hausbau' begrüßten wir die ersten Geflüchteten in Tostedt mit mehreren Willkommens-Aktionen und leisteten viele kleine Beiträge gegen die humanitäre Katastrophe, vor der die Menschen bei uns Zuflucht suchten. Heute hat man den Eindruck, als hätte sich der Wind gedreht in unserem Land: Von Obergrenzen ist die Rede, Geflüchtete sollen abgewiesen oder zurückgeschickt werden", sagte jüngst Forums-Sprecher Ulrich Graß.
Daher hatten die Gymnasiastinnen Josepha Kujawa und Julia Franz im vergangenen Jahr die Idee, das "House of Tolerance", das kleine bunte Haus zu renovieren und dessen Bedeutung wieder ins Gedächtnis zu rufen. Nachdem die jungen Frauen ihr Abi bestanden hatten und es sie in die weite Welt zog, übernahmen sechs engagierte Jugendliche die weiteren Planungen.
Das zuletzt etwas instabile "House of Tolerance" wurde in den vergangenen Wochen unter Anleitung von Werklehrer Hans-Wilhelm Wilkens von Acht- und Zehntklässlern der Schule im Düvelshöpen sowie der AG "Schule ohne Rassismus" entkernt und erhielt ein neues Fachwerk. Recycelt wurden für das kleine Haus auch Platten einer ehemaligen Schul-Bühne, an denen die von den Tostedtern neu gestalteten, kleinen Bretter (Riemchen) festgeschraubt werden.
Vor dem Fest geht es in den Endspurt. In diesen Tagen werden die 220 kleinen Bretter in Backsteingröße von den Schülern noch bunt lackiert. "Jeder kann sich dort verewigen", laden die Lehrer Susanne Löwe und Ulrich Graß alle am Samstag Mitfeiernden dazu ein, das kleine Haus neu zu gestalten.
Folgendes Programm ist beim Sommerfest ist geplant:
16.30 Uhr: Eröffnung
16.45 Uhr: vietnamesischer Fächertanz
17.10 Uhr: Singer-Songwriter Elias
18 Uhr: Mc Ebel (Blues-One-Man-Show)
19 Uhr: Moji (Loop-Station - Aufnahmegerät für verschiedene Ton-Sequenzen, aus denen ein Stück entsteht)
20 Uhr: Marcipilami & The Boomerang Gang
20.40 Uhr: Raz piCk-All (HipHop).
Zum Programm gehören weiterhin: eine Fahrzeugschau der Feuerwehr, Bogensport, Wasserspiele, Kickboxen und Ballon-Dart. Es gibt Cocktails, Bier und Softgetränke, Kaffee und Kuchen, Gegrilltes und Snacks aus aller Welt.
Im Mittelpunkt steht aber das "House of Tolerance", das neu gestaltet wird.

Der Weg des kleinen Hauses

Das "House of Tolerance" wird am Samstag auf einen Anhänger verladen und in Begleitung hoffentlich vieler Tostedter zum Jugendzentrum gebracht. Von der Todtglüsinger Straße aus geht es durch die Königsberger- und Breslauer Straße, Glüsinger Weg, Gartenstraße, In der Baumschule, Baumschulenweg, Triftstraße, Schützenstraße und Himmelsweg zur Dieckhofstraße. 

Die Beteiligten

An der Veranstaltung beteiligt sind außer vielen engagierten Jugendlichen, dem Forum für Zivilcourage und dem Jugendzentrum: die Freiwillige Feuerwehr, Bildungsritter e.V., das Kinder- und Familienzentrum, die internationale Frauengruppe, der Todtglüsinger Sportverein, die DLRG, das internationale Café, die Trommelgruppe "Sambucada" und der Eine-Welt-Laden.