Planungen für Mehrgenerationenplatz vorgestellt
Ein Treffpunkt für alle Generationen in Roydorf
- Ortsvorsteherin Beate Westphal freut sich auf den neuen Treffpunkt in Winsen-Roydorf
- Foto: Anika Werner
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Die Stadt Winsen hat ihre Pläne für einen Mehrgenerationentreffpunkt am Brombeerweg in Roydorf präsentiert. Rund 30 Anwohnerinnen und Anwohner kamen zum Ortstermin, um sich über das Vorhaben zu informieren und Anregungen einzubringen. Die Stadtverwaltung prüft nun, welche Wünsche in den weiteren Planungen berücksichtigt werden können. Sollten die Fördermittel wie geplant bewilligt werden, könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen.
Ein Platz für alle Altersgruppen
Die Idee für den Treffpunkt entstand aus dem Wunsch vieler Bewohnerinnen und Bewohner des Wohngebiets Brombeerweg nach einem Ort für alle Generationen. Das Konzept sieht vor, Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen einzubeziehen. So sollen Spielgeräte für verschiedene Altersgruppen installiert werden, darunter auch inklusiv nutzbare Angebote. Zusätzlich sind barrierefreie Wege, verschiedene Sitzmöglichkeiten sowie naturnahe Elemente wie Naschsträucher, ein Weidentunnel, Tierspuren und ein Insektenhotel geplant.
„Wir möchten einen Ort gestalten, der sowohl Kindern als auch Jugendlichen, Erwachsenen und Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung, zum Spielen und zur Begegnung bietet“, betonte Winsens Bürgermeister André Wiese bei der Vorstellung der Pläne.
Standort in Bürgerbeteiligung erarbeitet
Die Stadt hatte im Vorfeld verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen. Bereits im Juni 2024 wurden erste Ideen mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert. Wer damals nicht teilnehmen konnte, wurde über Baustellenbriefe und Anschreiben informiert. Auch bei der Standortwahl wurden die Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen.
Nicht alle waren begeistert: Kritische Stimmen kamen vor allem aus unmittelbarer Nachbarschaft des geplanten Bereichs (das WOCHENBLATT berichtete). Doch insgesamt überwogen die positiven Rückmeldungen. Beate Westphal, Ortsvorsteherin von Roydorf, lobte den gefundenen Kompromiss: „Ich denke, zum Standort ist ein guter Kompromiss gefunden, und ich freue mich schon auf Veranstaltungen auf dem Platz.“
Vorbereitungen laufen
Noch vor dem eigentlichen Baubeginn haben erste vorbereitende Maßnahmen begonnen: Buschwerk und einige Bäume mussten entfernt werden, um Platz für den Treffpunkt zu schaffen. Diese Arbeiten sind mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt und müssen bis Ende Februar abgeschlossen sein.
Doch nicht alles verschwindet aus dem Gelände. Ein Teil der gefällten Baumstämme bleibt erhalten und wird als Balanciermöglichkeit in die Gestaltung integriert. Ein Detail, das Beate Westphal besonders freut: „Ich finde es großartig, dass die Baumstämme nicht einfach entsorgt werden, sondern den Platz bereichern.“
Fördermittel und Baubeginn
Da das Konzept breite Zustimmung findet, soll es nun an die Umsetzung gehen. Die LAG der LEADER-Region Achtern-Elbe-Diek hat sich bereits einstimmig für eine Förderung ausgesprochen. Der offizielle Antrag auf Fördermittel beim Amt für regionale Landesentwicklung läuft.
Sollten alle Genehmigungen und Förderzusagen planmäßig erfolgen, könnten die Bauarbeiten noch in diesem Jahr starten. Damit rückt der Wunsch vieler Roydorfer nach einem gemeinsamen Treffpunkt ein großes Stück näher.
Redakteur:Anika Werner aus Winsen |
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