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Höhere Kindergartengebühren in Apensen und Beckdorf

Mit der Gebührenerhöhung für die Kindergärten in Apensen und Beckdorf kommt die Samtgemeinde zurecht
Eltern in den Gemeinden Apensen und Beckdorf müssen für die Betreuung ihrer Kinder zukünftig tiefer in die Tasche greifen: Der Samtgemeinderat hat beschlossen, die Kitagebühren für die Betreuungszeit von 8 bis 12 Uhr wie in den Vorjahren um zwei Prozent zu erhöhen. Statt wie bisher 109 Euro in der untersten Gehaltsstufe (bis 12.000 Euro Jahreseinkommen) zahlen Eltern also zukünftig 111 Euro. Weitere Betreuungsstunden vor oder nach der Grundbetreuung werden separat berechnet: Jede zusätzliche Stunde kostet ab 1. August 2016 monatlich 44 Euro in der untersten Gehaltsstufe. Jeweils in der nächsthöheren Stufe zahlen die Eltern einen Euro pro Stunde mehr.
Das reiche jedoch nicht aus, um in den Kitas kostendeckend zu arbeiten, erklärt Samtgemeindebürgermeister Peter Sommer. Daher wollen die Politiker besser verdienende Eltern stärker in die Pflicht nehmen: Zusätzlich zu den fünf Gehaltsstufen wird eine sechste eingerichtet, in die Eltern mit einem Einkommen von mehr als 54.000 Euro eingeordnet werden. Diese Familien zahlen für die Zeit von 8 bis 12 Uhr einen monatlichen Teilbetrag von 222 Euro. Das sind 22 Euro mehr als sie in der fünften Stufe zahlen müssten, zu der sie bisher gehörten. Jede weitere Betreuungsstunde kostet sie 49 Euro im Monat. Ab 2017 werden noch einmal zwei weitere Stufen für Jahreseinkommen von 60.000 bis 66.000 Euro und für mehr als 66.000 Euro eingerichtet.
Für Geschwisterkinder gab es bisher einen Nachlass von 25 Euro. Neu soll es für das erste Geschwisterkind einen Nachlass von 50 Euro und für jedes weitere Kind einen von 25 Euro. Voraussetzung ist, dass die Kinder zur Gemeinde gehören oder dass die Wohnort-Gemeinde Ausgleichszahlen leistet.
Für diese Entscheidung (Gebühren und Geschwisterrabatt) stimmte der Samtgemeinderat mit elf Ja- und zwei Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung. Die Nein-Stimmen kommen von Dieter Kröger und Karten Montag ( Grüne), die die Betreuungskosten nicht nur insgesamt für zu hoch halten, sondern auch eine Einteilung der Familien nach Kinderanzahl befürworten, um die Eltern zu entlasten. Das sei so einfach nicht möglich, konterte Ruth Uhlendorf (CDU). "Wir brauchen das Geld, um die Kindergartenkosten zu decken", so die Kommunalpolitikerin. "Die Summe muss am Ende des Jahres da sein."