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Schnell und präzise schießen

Schützenpräsident Michael Krohn (re.) zeichnete die erfolgreichen Jungschützen Kim Kolwitz und Kevin Strauch aus
 
Vize-Präsident Peter Greese (li.) mit dem neuen Schießsport-Leiter Sigfried Vornekahl

Schützenverein Buchholz 01 will sein Schießprogramm ausweiten / Umzug an die Bendestorfer Straße bleibt ein Thema

os. Buchholz. Um noch attraktiver für Sportschützen zu sein und neue Mitglieder zu gewinnen, will der Schützenverein Buchholz 01 sein Schießprogramm ausweiten. Das beschlossen die Mitglieder auf der Versammlung am vergangenen Freitag im Schützenhaus mit großer Mehrheit.
Künftig sollen auch Disziplinen nach den Regeln des „Bund deutscher Sportschützen“ (BDS) angeboten werden. Bislang schossen die SV-Mitglieder ausschließlich nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes (DSB). „Bei den Disziplinen, die wir künftig anbieten wollen, ist der einzelne Schuss belanglos. Es geht u.a. darum, schnell und präzise fünf Schüsse abzugeben“, erklärte Schützenpräsident Michael Krohn. Die Entscheidung von Freitag steht nach der Empfehlung von Rechtsanwalt Jan Stöver unter dem Vorbehalt, dass das Finanzamt den Plänen zustimmt. Hintergrund: Der Hauptverein müsste seine Anlage an die bereits gegründete Gruppe von Mitgliedern, die künftig nach den BDS-Regeln schießen möchte, vermieten. Einzelne Mitglieder äußerten die Sorge, dass durch die Änderungen, die in der Satzung so nicht vorgesehen sind, die Gemeinnützigkeit des Vereins auf dem Spiel stehen könnte. Bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Mai soll der Vorstand um Michael Krohn die Sache mit dem Finanzamt klären.
Krohn berichtete zudem über mögliche Pläne des Vereins, in ein neues Domizil an der Bendestorfer Straße neben der Feuerwehrwache umzuziehen. Hintergrund: Im vergangenen Jahr stand im Raum, für die Erweiterung der benachbarten Waldschule das Grundstück der Schützen an der Richard-Schmidt-Straße zu nutzen. Letztlich entschied sich die Stadt, den Waldschul-Anbau an der Parkstraße umzusetzen (das WOCHENBLATT berichtete). Gleichwohl ist ein Umzug des SV an die Bendestorfer Straße nicht endgültig vom Tisch. Man müsse irgendwann entscheiden, ob dieser langfristig rentabler sei als die Instandhaltung des Altgebäudes. Der Vorstand rechnet am jetzigen Standort mit Investitionen in Höhe von jährlich 10.000 Euro in den kommenden 20 Jahren. Der Vertrag für den Standort läuft noch bis 2054. Ein Neubau würde rund 1,9 Millionen Euro kosten.
Eine positive Entwicklung sieht Michael Krohn bei der Mitgliederentwicklung. 410 Mitglieder hat der SV derzeit, acht mehr als im Vorjahr. Schwierig sei allerdings die Werbung neuer, junger Mitglieder. Um diese anzusprechen, sollen die Aktivitäten künftig verstärkt über Facebook kommuniziert werden.
Die Sportschützen des SV waren im vergangenen Jahr wieder sehr erfolgreich. Das geht aus dem Schießbericht hervor, den erstmals der neue Sportschießwart Sigfried Vornekahl - er ersetzt den langjährigen Wart Johannes Felleckner - verfasste. Diverse Schützen nahmen an der DM in München teil, zudem holten die Aktiven u.a. 26 Gold-Medaillen bei Landesmeisterschaften.
Finanziell machte der Schützenverein im vergangenen Jahr ein Minus von rund 6.500 Euro. Vor allem die Einnahmen beim Stadtfest sanken im Vergleich zu den Vorjahren erheblich. Der Vorstand will in diesem Jahr verstärkt darauf achten, dass der Schankverlust beim Stadtfest nicht mehr so hoch ist - 35 Prozent (!) - wie im vergangenen Jahr.
Einstimmig zum Ehrenmitglied wurde der abwesende Willi Rieckmann gewählt. Er ist seit 66 Jahren Mitglied und hat sich besonders um das Wohl des Vereins verdient gemacht. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Adolf Wiese und Helmut Meyer ausgezeichnet, seit 40 Jahren sind Heinz-Jürgen Mahnkopf, Günter Tödter, Annette Stöver und Ingrid Jacobsen dabei, seit 25 Jahren Thorsten Schünzel, Norbert Neben, Reinhard Römer, Wolfgang Müller, Andreas Bremer und Joachim Marquardt.