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Bewohner kritisiert Zustände in der Obdachlosenunterkunft in Buchholz

Die Kaninchen und den Stall hat Rolf Pöker schon abgegeben. Seine Vögel wurden am Donnerstag abgeholt
os. Buchholz. Rolf Pöker (74) ist nicht gut auf die Stadt Buchholz zu sprechen. Der Senior kritisiert die Zustände in der Obdachlosenunterkunft der Stadt, in der er seit über vier Jahren untergebracht ist. Es geht um Duschzeiten, das Verbot von Tierhaltung und den allgemeinen Zustand der Anlage.
In der Einrichtung sind 13 Menschen untergebracht. Für sie stehen täglich zwei mal zwei Stunden Duschzeit zur Verfügung. „Das ist viel zu wenig“, kritisiert Pöker. So komme es zu Reibereien unter den Bewohnern.
Schlimmer für Pöker ist das Tierhalteverbot, das in der Satzung der Notunterkunft steht. Der Rentner hält trotzdem mehrere Kanarienvögel in seiner Wohnung und Zwerghühner davor. Mehrfach hat ihn die Verwaltung aufgefordert, die Tiere zu entfernen. Am vergangenen Donnerstag rückte Maren Timm von der Stadtverwaltung tatsächlich mit der Polizei an und nahm die Vögel mit. Wohin, erfuhr Rolf Pöker nicht. „Man hat hier keine Rechte mehr“, ärgert sich Pöker.
„Tierhaltung führt zu Problemen unter den Bewohnern“, erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. Er verweist auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Düsseldorf, das diese These stützt. In den Duschräumen habe es in der Vergangenheit des Öfteren Wasser-Missbrauch gegeben. So hätten die Bewohner dort ihre Wäsche und ihr Geschirr gewaschen. „Wir mussten reagieren, als das überhand nahm“, sagt Helms.
Vielleicht wird Rolf Pöker auch einfach zum Verhängnis, dass er wiederholt die dreckigen Außenanlagen an der Notunterkunft kritisierte und die Monatsmiete für seine Wohnung über 308,86 Euro wegen des seiner Meinung nach schlechten Zustandes kürzte...