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x-ter Versuch: Nachnutzung für den Lokschuppen?

Am denkmalgeschützten Lokschuppen (Baujahr 1908) nagt der Zahn der Zeit. Das Gebäude steht derzeit leer

1,5-Hektar-Areal in Bahnhofsnähe steht zum Verkauf / "Klassische Fläche für Städtebauförderung"

os. Buchholz. Das Lokschuppen-Areal in Buchholz steht zum Verkauf. Im Internet wird das rund 1,5 Hektar große Grundstück an der Bahnlinie Bremen-Hamburg derzeit für 1,85 Millionen Euro angeboten. Gelingt jetzt im x-ten Versuch die Entwicklung des Lokschuppen-Umfeldes? Eigentümer sind die Familien Röschard und Cordes, die früher im Lokschuppen (Baujahr 1908) eine Feinmechanik-Werkstatt bzw. einen Holzhandel betrieben.
Wie berichtet, gab es in den vergangenen zehn Jahren diverse Überlegungen der Nachnutzung. Problem: Der Lokschuppen steht unter Denkmalschutz und muss in die Planungen einbezogen werden. An dem Bauwerk und der dazugehörigen Drehscheibe nagt massiv der Zahn der Zeit.
Im Jahr 2004 hatte eine Investorengruppe um Projektentwickler Manfred Vogler und den Architekten Roland Wolf die Planungen weit vorangetrieben. Ihre Idee mit einem Tagungshotel, einem Fitnesscenter und Geschäften hatte ein Volumen von rund 30 Millionen Euro. Zustande kam das Projekt nicht. Auch weitere Überlegungen, z.B. die Einrichtung einer Diskothek im Lokschuppen, verliefen ergebnislos im Sand.
In der Internet-Annonce werden jetzt großzügige Lofts, eine große Anzahl von Studentenwohnungen oder altersgerechtes Wohnen ins Spiel gebracht. Die Planung sei "bis ins kleinste Detail ausgereift".
Ganz so weit seien die Vorüberlegungen nicht, bremst Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke. Zwar hätten die Grundstückseigentümer mal im Rathaus vorgesprochen, doch ins Detail seien die Gespräche noch nicht gegangen. Die Verwaltung sähe allerdings gerne eine Entwicklung auf dem Areal zwischen dem P+R-Parkhaus Süd und dem Lokschuppen, so Grondke. Die Grundstücke seien eine klassische geeignete Fläche für die Städtebauförderung.
Vielleicht sollte sich ein potenzieller Investor mit den Studenten der Buxtehuder Hochschule 21 zusammensetzen. Wie berichtet, hatten diese in einem Studienprojekt Ideen zur Nachnutzung des Lokschuppen- und Rütgers-Areals ausgearbeitet. Heraus kam u.a. eine Konzert- und Mehrzweckhalle im Lokschuppen. In der Verwaltung, räumt Gromdke ein, habe man sich mit den Vorschlägen bislang nicht auseinandergesetzt. Schade!