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Das ist Realsatire in Reinkultur

Die Laterne steht mitten im Weg (Foto: bc)
bc. Jork. Ein Stück aus dem Schmunzelkabinett, das Potenzial für große Comedy-Bühnen hätte, liefert eine wahre Begebenheit aus Jork. Weil nach den Bauarbeiten zum neuen Kreisverkehr auf der L140 eine Laterne mitten auf dem Bürgersteig steht, treiben die Lösungsvorschläge von Politik und Verwaltung seltsame Blüten. Eine im Bauausschuss vorgetragene Idee ist dabei Realsatire in Reinkultur.

Kurzzeitig wurde darüber sinniert, die Laterne mit einer weiteren Laterne zu beleuchten, damit der stahlharte Mast in der Dunkelheit nicht zum gefährlichen Hindernis wird. Der offenbar nicht ernst gemeinte Vorschlag sorgte unter den Sitzungsgästen für ausgelassene Stimmung. „Das ist ja besser als jedes politische Kabarett“, hieß es auf den Zuschauerstühlen.

„Es gibt so viele Vorschriften in Deutschland. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Laterne im Sinne des Erfinders ist“, sagt Bauausschuss-Vorsitzender Cord Lefers auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Seine Idee: Die Leuchte könnte an einem angrenzenden Gebäude angebracht werden.

Zur Erklärung: Durch die neue Verkehrsführung, bei dem eine Grünfläche dem Kreisel weichen musste, rückte die Laterne in die Mitte des an dieser Stelle sehr schmalen Geh- und Radwegs - sozusagen zwischen Fahrbahn und Haus.

Das WOCHENBLATT konfrontierte den Landkreis als Bauherrn mit der - vorsichtig formuliert - unglücklich positionierten Laterne. Sprecher Christian Schmidt dazu: „Die Laterne muss dort stehen, um den Zebrastreifen auszuleuchten.“

Allerdings will sich der Kreis aufgrund der WOCHENBLATT-Anfrage etwas einfallen lassen. Möglicherweise könnte der Mast mit Reflektoren versehen werden, um ihn sicherer zu machen. Es scheint, es gibt für alles eine Lösung.