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Schweller sollen Raser stoppen

An dieser Stelle im Schafgarbenweg soll nach dem Wunsch der Anwohner aus dem Mädesüßweg ein Poller installiert werden.Doch die Politik lehnt das ab
jd. Harsefeld. Anwohner des Harsefelder Mädesüßweges sorgen sich um die Verkehrssicherheit / Politiker lehnen Absperr-Poller ab.Ist der Mädesüßweg in Harsefeld eine "Rennpiste", die häufig von Rasern als Abkürzung von der Buxtehuder Straße zur Straße "Im Sande" genutzt wird? "Ja", sagen etliche Anwohner des engen und fußweglosen Sträßchens, das sich mitten durch ein beschauliches Eigenheimquartier schlängelt. "Nein", meint hingegen die Verwaltung, die der Ansicht ist, dass es sich überwiegend um Quell- und Zielverkehr der Anwohner handelt. Beide Meinungen prallten kürzlich im Bauausschuss aufeinander: Rund 30 Bürger fanden sich auf der Sitzung ein, um ihrer Forderung nach Verbesserung der Verkehrssicherheit Nachdruck zu verleihen.

Deren Vorschläge - die Einrichtung einer sogenannten Spielstraße, in der nur Schritttempo erlaubt ist, sowie das Aufstelen eines Pollers im Schafgarbenweg - hält man im Harsefelder Rathaus jedoch für wenig geeignet, um die Verkehrssituation zu entschärfen. Wer sich nicht an das derzeit vorgeschriebene Tempo 30 halte, werde auch durch eine Spielstraße rasen, so Fachgebietsleiter Harald Polter. Diese Erfahrung habe jedenfalls die Polizei gemacht. Und eine Durchfahrtssperre verlagere die Probleme nur in andere Straßen. Ein Ortstermin habe zudem ergeben, dass die Verkehrsbelastung morgens, wenn die Schulkinder unterwegs sind, sehr gering sei. Außerdem sei die Straße mit ihren vielen Einbuchtungen so gebaut, dass man dort gar nicht mit überhöhtem Tempo fahren könne.

Die Politiker sprangen schließlich als Vermittler ein: Sie richteten die Bitte an die Anwohner, einmal zu prüfen, ob ihre Vorgärten so gestaltet sind, dass Kinder überall einen freien Blick auf die Straße haben. Die Ausschussmitglieder beschlossen, bei der Straßenverkehrsbehörde die Anbringung von Bodenschwellern zu beantragen. Diese Huckel sollen potenzielle Raser ausbremsen. Zum verabschiedeten "Maßnahmenpaket" gehört außerdem die Verlegung des Tempo-30-Schildes an die Einmündung der Kohldistelstraße und die Installation eines Absperrbügels am Ende des dortigen Fußweges.