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Jesteburg: Die Schützen jubeln, denn die Gemeinde zahlt

Britta Witte (CDU)
Jesteburg überweist 1,777 Millionen Euro für Schießstand.

mum. Jesteburg. Die Schützen in Jesteburg atmen auf. Der Gemeinderat hat am Mittwochabend „grünes Licht“ für einen Kredit in Höhe von 1,777 Millionen Euro gegeben. Mit dem Geld soll der neue Schießstand gebaut werden. Das Thema wurde sehr kontrovers diskutiert. Wie berichtet hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die Pläne für einen Famila-Markt am Ortsausgang kassiert. Damit ist mehr als unwahrscheinlich, dass das Kieler Unternehmen für das Grundstück 3,35 Millionen Euro zahlt.
Trotz zahlreicher Einwände greift Jesteburg jetzt tief in die Tasche, um die Schützen auszuzahlen. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte Britta Witte (CDU). Jahrzehntelang hätten Politik und Schützenverein über die sanierungsbedürftige Festhalle und die Nutzung des dazugehörigen Grundstücks diskutiert. „Jetzt sind wir in der Lage, allein über das Areal bestimmen zu können.“ Dabei sei es nebensächlich, ob dort ein Supermarkt entstehe oder Wohnbebauung stattfinde.
Anders sieht es Cornelia Ziegert (SPD). „Der Schießstand muss warten. Wir wissen einfach nicht, wie hoch der Erlös für das Grundstück sein wird.“ Ziegert fürchtet, dass sich die Gemeinde zu stark verschuldet. „Wir riskieren, dass wir die Bürger noch mehr zur Kasse bitten müssen.“ Gegen den Antrag stimmten sie, ihr Vater Siegfried Ziegert (SPD) sowie die Grünen-Fraktion.
Britta Witte konnte sich allerdings einen Kommentar nicht verkneifen: „Alle könnten glücklich sein, wäre da nicht die Nachbargemeinde Hanstedt, die aus Gründen des Konkurrenzschutzes gegen den Bebauungsplan der Gemeinde Jesteburg klagt. Ein bisher einmaliger Vorgang im Landkreis Harburg.“

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