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Jork: L 140 soll 2017 saniert werden

Derzeit wird der „Ostfeld“-Kreisverkehr gebaut. Von hier bis zur Kreuzung in Königreich soll die Straße 2017 saniert werden
bc. Jork. Sie ist eine der meistbenutzten Straßen Jorks: die Ortsdurchfahrt L140, auch Obstmarschenweg genannt. Nach der jüngsten Verkehrszählung rauschen im Schnitt pro Tag ca. 8.700 Fahrzeuge über die marode und schon x-fach geflickte Straße. Nach vielen Jahren des Wartens, in denen die Gemeinde das Land immer wieder zum Handeln aufforderte, soll die Trasse zwischen dem im Bau befindlichen Kreisverkehr „Ostfeld“ und der Kreuzung in Königreich nun tatsächlich saniert werden.

Für 2017 hat Niedersachsen die Finanzierung zugesagt. Jetzt sind die Planer am Werk. Am Montagabend stellte die Landesbehörde für Straßenbau und ein externes Planungsbüro den ersten Entwurf für die Sanierung vor. Mehr als 70 interessierte Bürger kamen ins Hotel Altes Land.

Das ist geplant: Die Fahrbahn wird auf die Mindestbreite von 6,50 Meter zusammengestaucht. An beiden Straßenseiten in Osterjork soll bis zum Grenzweg ein 2,50 bis 2,30 Meter breiter kombinierter Geh- und Radweg gebaut werden, zur Fahrbahn hin wird ein grüner Sicherheitsstreifen angelegt. Der weitgehend durchgängige Parkstreifen südlich der Straße fällt dafür weg, stattdessen sind vereinzelt 2,30 Meter breite Parkbuchten geplant.

Während der Versammlung kam die Idee auf, die alten Pflastersteine für die Buchten zu benutzen. Das könnte Kosten sparen, zumal die klamme Gemeinde für die Parkflächen selbst bezahlen muss. Genauso wie für die Straßenlaternen, die Hälfte des Geh- und Radwegs sowie für die Bushaltestellen. Letztere sollen behindertengerecht hergestellt werden.

Darüber hinaus ist eine Querungshilfe am „Ostfeld“-Kreisel geplant, außerdem eine Ampel an der Bushaltestelle nahe der Weidenstraße und eine Verkehrsinsel zwischen dem Jägerstieg und dem Grenzweg.

Anwohner in Königreich wünschen sich eine weitere Mittelinsel auf Höhe der Bushaltestelle. Die müsste die Gemeinde jedoch selber bezahlen. In Königreich ist zudem nur auf der Nordseite ein Geh- und Radweg vorgesehen. Nach Süden soll das Regenwasser in den dortigen Graben ablaufen, die Straße wird entsprechend leicht geneigt sein.

Eines zeigte der Abend auch: Die derzeit schlecht funktionierende Entwässerung und künftige Lösungsmöglichkeiten werden in den nächsten Wochen noch heiß diskutiert werden. Der Schleusenverband Königreich-Westmoorende sieht Schwierigkeiten, auch haben sich noch nicht alle Eigentümer mit der Planbehörde in Sachen Durchleitrechte einigen können.

Eine Sorge konnte Bürgermeister Gerd Hubert den Grundstücksbesitzern aber nehmen. Die Gemeinde wird keine Kosten auf die Anwohner umwälzen. Gegenwärtig rechnet die Landesbehörde mit etwa 3,5 Mio. Euro Gesamtkosten. Wieviel davon das Land trägt, ist unklar. Hubert rechnet mit einem Gemeindeanteil von 500.000 Euro.

• Anwohner können ihre Änderungswünsche in den kommenden zwei Wochen an die E-Mail-Adresse christa.heinbokel@nlstbv.niedersachsen.de schicken.