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Unglück in Elstorf: CDU macht Behörden verantwortlich

An dieser Ampel ereignete sich am vergangenen Montagmorgen der Unfall. Das Kind (8) blieb verletzt auf der Straße liegen
bc. Elstorf. Die Neu Wulmstorfer CDU macht in einem offenen Brief die Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg und die Polizeiinspektion (PI) Harburg in Buchholz für das Unglück am Montag in Elstorf verantwortlich. Ein achtjähriger Junge wollte bei Grün die B3 überqueren und wurde von einem Lkw angefahren, der laut Polizei bei Rot über die Ampel gefahren sein soll. "Hätten sich Behörde und Polizei bereits im letzten Jahr von unseren richtigen Argumenten überzeugen lassen, wäre dieser Unfall womöglich zu verhindern gewesen. Das wahre Leben richtet sich nicht nach Vorschriften und Aktenlagen", zürnt CDU-Fraktionschef Malte Kanebley. Er hofft, dass der Grundschüler keine bleibenden Schäden davonträgt.

Wie berichtet, sorgen sich Elstorfer Eltern seit Jahren um ihren Nachwuchs. Ihrer Ansicht nach ist die einzige Ampel an der viel befahrenen B3 falsch geschaltet. Der Zeitraum zwischen Rot für den Straßenverkehr und Grün für die Fußgänger müsste verlängert werden. Nach Angaben von Augenzeugen rauschen hier täglich mehrere Autos und Lkw bei Rot rüber und gefährden Fußgänger, die die Straße bei Grün queren wollen. Bis vor kurzem weigerte sich die zuständige Straßenbaubehörde in Lüneburg zu reagieren. Der Kreuzungsbereich B3/Ecke Mühlenstraße (L235) sei kein Unfallschwerpunkt, teilte das Amt Ende des vergangenen Jahres mit.

Kanebley fordert nun, dass zeitnah die richtigen Schlüsse aus dem tragischen Unglück gezogen werden. Zum einen müsse die avisierte Änderung der Ampelphasen unverzüglich umgesetzt werden. Des Weiteren sei es notwendig, ein ein Warnsignal vor der Ampel („Blinklicht“) zu installieren. Und es müsse ein sogenannter „Rotlichtblitzer“ an der Ampel angebracht werden. Kanebley: "Ein Blitzer wird ortskundige Fahrer davon abhalten, bei Rot über die Ampel zu fahren." Die Maßnahme werde die Verkehrssicherheit enorm erhöhen. Die Frage der Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage dürfe nicht Inhalt der Diskussion sein. "Ich
erwarte ein entsprechendes Einwirken auf den Landkreis Harburg", sagt Kanebley in Richtung Wolfgang Bunten, Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg, und Lothar Reinhard von der PI Harburg.

Zudem schlägt Kanebley vor, ernsthaft zu prüfen, ob für die Ortsdurchfahrt Elstorf auf gesamter Länge ein Tempolimit 40 angeordnet werden könnte. "In der Ortsdurchfahrt Neukloster wird das seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt."

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