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Regen bringt Segen in Düdenbüttel

Das Biotop am Ortsrand

Öko-Teich statt Rückhaltebecken / Tiere, Pflanzen und der Mensch profitieren

tp. Düdenbüttel. Neue Wege in der Oberflächenwasserentsorgung geht das Geest-Dorf Düdenbüttel. Mit überschüssigem Regenwasser aus dem Neubaugebiet "Osterdamm" will die Gemeinde künftig ein bedrohtes Biotop am Ortsrand speisen.
Laut Düdenbüttels Bürgermeister Heinz Mügge gestaltete die Kommune gemeinsam mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Stade vor rund drei Jahrzehnten eine Sandentnahmestelle für den Wirtschaftswegebau am östlichen Ortsrand am Ende der Friedhofstraße zu einem rund 8.000 Quadratmeter großen Teich um. Dort überließ man die Natur sich selbst. Das Kleingewässer verlandet zusehends. Insbesondere seit den vergangenen drei Jahren droht der Tümpel wegen wuchernder Pflanzen trocken zu fallen.

Im Rahmen politischer Beratungen um die Entwässerung des benachbarten 25 Grundstücke umfassenden Baugebietes Osterdamm, das die Gemeinde selbst erschließt und vermarktet, entstand die clevere Idee: Statt des Neubaus eines konventionellen Regenrückhaltebeckens entschied man sich für die Lösung mit ökologischem Touch. Das Wasser wird in Zukunft durch ein Kanalrohr mit 30 Zentimetern Durchmesser in den Teich geleitet. Für den Fall außergewöhnlich starker Niederschläge will die Gemeinde Vorsorge tragen. Überschüssiges Wasser kann zu Spitzenzeiten in ein bereits bestehendes Regenrückhaltebecken abgeleitet werden.

Die wasserbaurechtliche Genehmigung für das Vorhaben, das bis Herbst umgesetzt werden soll, hätten die Behörden bereits erteilt, so Bürgermeister Mügge, der über die Kosten des Entwässerungsprojektes noch keine genauen Einschätzung geben kann. Die künftigen Grundstückseigentümer bekämen jedenfalls keine zusätzliche finanzielle Belastung zu spüren.

Der wiedervernässte Teich ist nicht nur ein Segen für Tiere und Pflanzen, für die wertvoller Lebensraum zurückgewonnen wird. Auch Menschen profitieren dank des steigenden Erholungswertes. An einem Spazierweg hat die Zimmerei Olaf Guthahn aus Großenwörden bereits eine Schutzhütte erreichtet (das WOCHENBLATT berichtete).