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Stellmacherei Langenrehm wird mehr als ein Museum

Das Reetdach des Wohngebäudes ist bereits erneuert, die Innenarbeiten sind in vollem Gange (Foto: Kiekeberg)
mi. Rosengarten. Die Arbeiten an der alten Stellmacherei in Langenrehm sind in vollem Gange. Das in den 1920er Jahren errichtete Gebäude soll die 12. Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg werden. Schon bald wird hier nicht nur ein Museum über das alte Handwerk des Kutschenbaus informieren, sondern auch wieder ein echter Stellmacher arbeiten.
Sie ist ein historisches Kleinod, das es zu erhalten gilt. Nach dem Tod des letzten Besitzers erwarb die Gemeinde Rosengarten die alten Stellmacherei für rund 200.000 Euro von einer Erbengemeinschaft.
Für eine Nutzung des über 100 Jahre alten Gebäudeensembles schloss Rosengarten einen Übernahmevertrag mit dem Freilichtmuseum am Kiekeberg. (DAS WOCHENBLATT berichtete). Demnach wird der Förderverein des Museums die Stellmacherei als weitere Außenstelle des Kiekebergs betreiben.
Das Konzept des Vereins sieht vor, dass in Langenrehm ein wissenschaftliches Fachzentrum entsteht. Dazu gehören ein Schaubetrieb, der den Besuchern die alte Handwerkskunst des Kutschenbaus hautnah vermittelt sowie ein Museum mit angeschlossenem Café. Geplant ist laut Museumsdirektor Rolf Wiese, dass in der Stellmacherei wieder ein wirklicher Stellmacher arbeitet, der seine Produkte, zum Beispiel, hochwertige Schubkarren und Schlitten, auch den Museumsbesuchern zum Kauf anbietet. Langfristig sei angedacht, dass Jugendliche hier in dem alten Handwerk der Stellmacherei ausgebildet werden. „Wir wollen damit auch einen alten Beruf vor dem Aussterben bewahren“, so Rolf Wiese.
Derzeit werden die Gebäude, ein Wohnhaus und eine Werkstatt für Kutschen und Wagenbau, für ca. 600.000 Euro restauriert. Das alte Reetdach ist bereits erneuert, die Instandsetzung und Modernisierung der Räumlichkeiten läuft. Erste „Schnuppertage“ in der neuen Kiekeberg Außenstelle könnten laut Rolf Wiese schon im kommenden Jahr möglich sein. Komplett wird der Museumsbetrieb in Langenrehm aber wohl erst in zwei Jahren starten.