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14-Jähriger aus Langenrehm kommt Traum vom Profi-Fußballer einen Schritt näher

Ein Spieler, der sich durchsetzen kann: Matti Cebulla im Zweikampf um den Ball (Foto: Thomas Cebulla)

Matti Cebulla (14) wechselt von St. Pauli zu RB Leipzig / "Jetzt geht er zum Geld-Verein"


ab. Langenrehm. Viele junge Fußballer träumen von einer Karriere als Profi. Matti Cebulla (14) kommt diesem Traum jetzt ein Stück näher: Der Ausnahmespieler wechselt nach Sachsen, wo er ab Ende Juli für den Nachwuchs des Erstliga-Aufsteigers RB Leipzig spielen wird. Im vergangenen Jahr schon war Matti, der in Langenrehm in der Gemeinde Rosengarten zu Hause ist, einem Talentscout aus Ostdeutschland aufgefallen. "Damals wurde ich zum Probe-Training eingeladen und bin auch dort hingefahren. Aber für einen kompletten Wechsel war es mir noch zu früh."

Matti besucht seit der 6. Klasse die Fischbek-Falkenberg Stadtteilschule in Hamburg. Dort werden Sporttalente besonders gefördert, vor allem in den Bereichen Volleyball, Leichtathletik und Fußball. Allein sportliches Talent reicht aber nicht aus: Die Schüler müssen sich mit einem guten Zeugnis darum bewerben, aufgenommen zu werden.
Matti spielt derzeit beim FC St. Pauli in der C-Junioren-Regionalliga, meistens im defensiven Mittelfeld oder in der Innenverteidigung. Er trainiert sechs Mal die Woche, davon zwei Mal vormittags in der Schule und vier Mal im Verein. Ein Fahrdienst bringt den jungen Spieler nachmittags zum Training und abends zurück nach Langenrehm. "Die Fahrten sind ganz schön lang", sagt Matti. Mehr als als eine Stunde könne eine Tour dauern.

In Leipzig soll es anders werden. "Dort kann ich Schule und Training besser unter einen Hut bringen und habe mehr Freizeit", sagt Matti. Nur eine kurze Strecke muss er mit dem Fahrrad von seiner neuen Heimat bis zum Trainingszentrum zurücklegen. Für ein Jahr wohnt der 14-Jährige dort bei einer Gastfamilie, "das hat RB Leipzig organisiert."

Eltern und Freunde sind stolz auf Matti und freuen sich mit ihm über den Wechsel, aber es gab auch andere Stimmen. ",Jetzt geht er zum Geld-Verein' und Ähnliches haben einige gesagt, nie zu mir direkt, sondern immer über Dritte", erzählt Matti. Das sei bedauerlich, doch richtig stören würde ihn das Gerede nicht.

Hintergrund: Der österreichische Unternehmer und Milliardär Dieter Mateschitz (Red Bull) hat RB Leipzig mit viel Geld auf dem Weg in die Bundesliga unterstützt.
Wenn sich der Junge bewährt, der vor St. Pauli in Nenndorf und ein Jahr beim TSV Eintracht Immenbeck spielte, bewährt, zieht er in einem Jahr ins Internat von RB Leipzig um. Mindestens sechs Mal pro Woche wird er ab Ende Juli im Verein trainieren, an den Wochenenden gibt es Turniere und Spiele. Die Eltern, Susanne und Thomas Cebulla, freuen sich über Mattis große Chance und sind gleichzeitig traurig darüber, dass das jüngste ihrer drei Kinder nun nach Leipzig zieht.

Das letzte Spiel für St. Pauli wird Matti am 18. Juni in Flensburg bestreiten. Auf die Frage, worauf er sich am meisten freut, antwortet der sportliche Teenie: "Auf das Training und das Abenteuer Leipzig."