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Großeinsatz an Schulzentrum

Die "Verletzten" wurden zunächst an einem Sammelplatz betreut (Foto: alle: Feuerwehr)
thl. Salzhausen. “MANV3“ - dieses kryptische Kürzel treibt Angehörigen der Rettungsdienste regelmäßig die Sorgenfalten auf die Stirn. Dahinter verbirgt sich das Einsatzstichwort für einen Massenanfall von Verletzten bei Großschadenlagen wie z.B. Busunfällen, Massenkarambolagen und Flugzeugunglücken. Der Landkreis Harburg hat zur Bewältigung dieser Einsatzszenarien unter Leitung des Leiters der Kreisbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes, Jan Bauer, und des stellvertretenden Gemeindeausbildungsleiters der Feuerwehr der Samtgemeinde Hanstedt, Christian Okun, ein sogenanntes MANV-Konzept entwickelt, das jetzt während einer Lehrübung an der Kreuzwegschule Salzhausen in der Praxis erprobt wurde.
Ausgangslage der Übung war eine große Anzahl verletzter Schüler und Lehrer nach dem Teileinsturz der Schule durch einen umgekippten Baukran. Mehr als 60 Statisten - in der Mehrzahl durch Jugendfeuerwehrleute aus der Samtgemeinde Hanstedt gestellt - wurden hierzu mit täuschend echten Verletzungsnachbildungen geschminkt und auf verschiedene Klassenräume über zwei Stockwerke verteilt.
Zunächst wurden die Feuerwehren Salzhausen und Garstedt sowie der Rettungsdienst alarmiert. Nachdem Salzhausens Ortsbrandmeister Stephan Boenert eine erste Lagemeldung übermittelt hatte, lief eine umfangreiche Kräftealarmierung mit den Feuerwehren aus Eyendorf, Garlstorf, Gödenstorf-Oelstorf und Putensen an. Auch die "Schnelle Einsatzgruppe" (SEG) von DRK und Johanniter aus den Landkreisen Harburg und Lüneburg sowie aus Hamburg eilten zur Einsatzstelle. Die Gesamteinsatzleitung übernahm der Abschnittsleiter-Heide, Sven Wolkau aus Jesteburg.
Die Feuerwehren begannen umgehend mit der Rettung der ersten Unfallopfer. Notärzte begutachteten die Verletzungen und teilten die Opfer in Kategorien zur weiteren Versorgung ein.
Eine nicht enden wollende Kolonne von Rettungs- und Krankenwagen übernahm anschließend die Unfallopfer und transportierte sie in die ihnen zugewiesene Behandlungseinrichtung. Bei dieser Übung war dies für alle das Gerätehaus der Feuerwehr Salzhausen, wo alle Helfer und Verletztendarsteller vom Verpflegungszug des DRK mit einer warmen Mahlzeit versorgt wurden.