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Dauerthema Decatur: Gerichtsentscheid zur Teilnutzung durch die Bahn erwartet

Die Decatur-Brücke stellt die Gemeinde weiterhin vor zahlreiche Probleme. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn gestaltet sich dabei eher schwierig
kb. Seevetal. Ziemlich verfahren ist derzeit die Situation zwischen der Gemeinde Seevetal und der Deutschen Bahn (DB) in Sachen Decatur-Brücke. Aktuell läuft das vorläufige Rechtsschutzverfahren, ein erstinstanzliches Urteil des Verwaltungsgerichts in Lüneburg wird noch vor Weihnachten erwartet. Das berichtete jetzt Bauamtsleiter Gerd Rexrodt auf der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Bei dem Verfahren geht es um das Nutzungsrecht der Bahn für das erste Teilstück der Brücke bis zur Rampe, die auf das DB-Betriebsgelände führt. Sollte das Gericht entscheiden, dass die Gemeinde Seevetal mit der Vollsperrung der Brücke über dem Rangierbahnhof Maschen vereinfacht gesagt "richtig liegt", dürfte die Bahn auch das Teilstück nicht mehr nutzen. Beendet wäre der Rechtsstreit deswegen noch lange nicht. In diesem Fall wird erwartet, dass die Bahn in die nächste gerichtliche Instanz geht.
Auch bei der Planung des Brückenabrisses, den die Deutsche Bahn im Auftrag der Gemeinde und auf deren Kosten durchführen soll, geht es nicht wirklich voran. Laut Rexrodt erwartet die Bahn, bevor sie in weitere Planung geht, eine Zielaussage von der Gemeinde. Doch ob eine neue Brücke gebaut oder es eine alternative Lösung geben soll, werden Verwaltung und Politik unter Einbeziehung der Bürger erst im jetzt beginnenden und ein Jahr dauernden Abwägungsprozess entscheiden. Sollte die Bahn bei ihrer Haltung bleiben, dürfte es in dieser Angelegenheit erst im Dezember nächstes Jahr weitergehen, wenn ein politischer Beschluss vorliegt.
Nicht locker lassen will die Verwaltung bei der Frage, ob die Verlegung des Maschener Bahnhofs auf die Ortsseite möglich ist. Zwar hatte die Bahn diese Option bereits abgelehnt, die Gemeinde hat sich mit diesem Anliegen aber nun noch einmal schriftlich an Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies gewandt. Von dort werde das Schreiben an die Bahn weitergeleitet, so Rexrodt.
• Wie berichtet, findet am Donnerstag, 9. Februar, in der Burg Seevetal die erste große Veranstaltung im Rahmen des Abwägungsprozesses zur Decatur-Brücke statt. Hierzu sind ausdrücklich alle interessierten Bürger eingeladen. Außerdem soll die Homepage "Seevetal verbindet" eingerichtet werden. Bereits Mitte Januar werden erste Aussagen des Planungsbüros Sweco, das den Abwägungsprozess moderiert, zu den Kosten möglicher Alternativen erwartet.
• Ein weiteres Thema, das die Bahn betrifft, ist der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe in Maschen und Meckelfeld, der im Rahmen des Programms "Niedersachsen ist am Zug" (NIAZ) stattfinden soll und ab 2019 beginnen könnte. Wie Gerd Rexrodt berichtete, wurde noch einmal nachgehakt, warum Hittfeld nicht bei dem Programm berücksichtigt wurde. Begründet wurde dies laut Rexrodt mit den zu geringen Fahrgastzahlen. "Diese sollen angeblich unter 1.000 Fahrgästen pro Tag liegen, aber diesen Wert haben wir bei Zählungen schon vor Jahren überschritten", so Rexrodt. Auf weiteres Unverständnis stößt die Ankündigung seitens der Bahngesellschaft "Erixx". Zwar ist perspektivisch geplant, dass der "Erixx" bis nach Harburg durchfahren soll, ein Halt in Hittfeld sei jedoch nicht vorgesehen, berichtete Rexrodt. "Wir sehen nicht ein, warum der Erixx an so kleinen Bahnhöfen wie Büsenbachtal oder Suerhop, aber nicht in Hittfeld halten soll", so der Bauamtsleiter.