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Ernährungstipp: Feldsalat - Märchenhaft gesund

Diplom-Oecotrophologin Karin Maring (Foto: archiv)
(nw/tw). Karin Maring (59), Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Feldsalat: Bei Rapunzel denken die meisten zunächst an die Brüder Grimm. Es kann aber auch eine ganz zeitgemäße Köstlichkeit sein! Die sehr unterschiedlichen regionalen Bezeichnungen wie Mäuseöhrchensalat im Saarland, Sonnenwirbel in Baden oder Vogerlsalat in Österreich meinen den hier bekannten Feldsalat. Die seit über 100 Jahren als Kulturform erhältliche Pflanze wurde zuvor in ganz Mitteleuropa als Wildpflanze gesammelt.
Das kräftige Grün bringt Farbe und wichtige Nährstoffe auf den Teller. Wichtig für die Sauerstoffversorgung ist der hohe Eisengehalt. Bei einer Zubereitung mit Obst wird das Eisen besonders gut vom Körper aufgenommen. Kalium sowie die Vitamine A und C machen diesen Salat zu einem wichtigen heimischen Winterversorger. Feldsalat gedeiht im Beet sogar unter dem Schnee und kann den ganzen Winter über frisch geerntet werden.
Die Vorbereitung ist etwas mühsam, denn die Salatbüschel sind immer erdig. Am schnellsten gelingt das Säubern, wenn die Blätter von der Wurzel abgedreht, mehrmals gut in kaltem Wasser gewaschen und anschließend trocken geschleudert werden. Die Arbeit wird mit frischem, nussigen Geschmack belohnt.
• Rezept-Tipp: Gewaschenen Feldsalat mit gerösteten Sonnenblumen- oder Kürbiskernen (oder gehackten Nüssen) und Granatapfelkernen vermengen. Eine Marinade aus Orangensaft, Olivenöl, etwas Senf, Pfeffer, Salz sowie dünnen Apfel- oder Birnenscheiben mischen und kurz vor dem Anrichten über dem Salat verteilen.

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