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Ärgernis Falschparker: "Bitte kontrolliert auch bei uns!"

Anwohner Benno Leverenz kritisiert, dass viele Ortsfremde die Spielstraße als Stellfläche nutzen, obwohl sie das in der Anliegerstraße eigentlich gar nicht dürfen
bc. Stade. Würde die Redaktion des WOCHENBLATT eine Hitliste der Beschwerden an die Hansestadt Stade erstellen, welche uns Leser dankenswerterweise immer wieder mitteilen, wäre Falschparken ganz weit oben in den Charts zu finden. Leute, die wild ihr Fahrzeug abstellen, sind vielen Anwohnern ein bleistiftdicker Dorn im Auge. So auch den Nachbarn Heinz Gramkow und Benno Leverenz. „Offenbar können einige Mitarbeiter des Ordnungsamtes nicht schwimmen, denn sie kontrollieren immer nur innerhalb des Burggrabens in der Altstadt“, bemerkt Benno Leverenz mit leichter Ironie.

Die beiden Stader wohnen seit Jahrzehnten an der Jobelmannstraße, die Ende der 1980er Jahre zu einer verkehrsberuhigten Zone, einer sogenannten Spielstraße, umgebaut wurde. „Die Stadt tut hier nichts gegen Falschparker. Knöllchen werden nur ganz selten verteilt. Dabei stehen die Leute jeden Tag verkehrt“, meckert Benno Leverenz.

Wie das WOCHENBLATT bereits vor einer Woche im Zusammenhang mit dem Brand in der Altstadt und den Vorwürfen der Feuerwehr an Falschparker berichtete, gelten in einer Spielstraße strikte Regeln, was das Parken angeht. Parken ist hier nur auf eigens gekennzeichneten Flächen zulässig, beispielsweise auf extra gepflasterten Bereichen. Lediglich das Ein- und Aussteigen sowie das Be- und Entladen sind erlaubt.

In der Jobelmannsstraße zwischen Thuner Straße und Dankersstraße gibt es aber nur fünf ausgewiesene Parkbuchten. Alle Fahrzeuge, die darüber hinaus tagein tagaus am Seitenstreifen stehen, dürfen das nicht. Das Problem: Es gibt an der Straße nicht genügend Stellflächen für alle Anwohner. Legale Parkplätze an der Dankersstraße sind offenbar einigen Bürgern zu weit weg. Zudem nutzen auch Ortsfremde die Straße, um ihr Auto abzustellen.

Für Heinz Gramkow führt das teilweise zu Schwierigkeiten beim Herausfahren aus seiner Ausfahrt. „Die Kurve ist dann so eng, dass ich nicht durchkomme“, sagt er.
Eine mögliche - vielleicht vorübergehende - Lösung könnte sein, ein freies Grundstück, das inzwischen im Besitz der Wohnstätte ist, als Stellfläche zu benutzen. Doch bisher kamen Anwohner und Wohnstätte nicht zueinander.

Benno Leverenz bemängelt außerdem die Anbringung der Schilder. Denn: Im Grunde genommen dürfen nur Anlieger die Straße benutzen. Für alle anderen ist die Durchfahrt verboten. „Das Schild ist beim Einbiegen aber leicht zu übersehen, weil es zu hoch angebracht ist“, moniert er. Alle Interventionen bei der Stadt seien ergebnislos verlaufen.