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Milder November - spielt die Natur verrückt?

Genießen den letzten Blumenduft des Jahres: Jovanna (li.) und Tammy

Blüten in der Stadt und auf den Äckern / Bauarbeiter nutzen die trockenen Tage / Der Frost kann schnell kommen

tp. Stade. Leuchtende Blumen in den Dörfern und Städten, saftiges Grün auf den Äckern, Vollbetrieb auf den Baustellen, Sonnenanbeter in den Straßencafés - und das mitten im November. Überall in der Region freuen sich die Menschen über einen gefühlt außergewöhnlich milden Herbst.
In der Altstadt von Stade staunen die Freundinnen Jovanna Maashöfer und Tammy Kolbe über Beet-Blumen, die in sattem Gelb, Rot und Rosa in voller Blüte stehen. "So etwas habe ich im November noch nicht erlebt", sagt Tammy.

Ein paar Straßen weiter gehen Steinsetzer Maik Maron und seine Kollegen von der Baufirma Wilhelm Henn frisch ans Werk. Nutzen die trockene Witterung, um nach der Kanalsanierung die Johannisstraße fertig zu pflastern. Angesichts der anhaltenden Plus-Grade haben sich die Männer vom Bau ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Fahrbahn soll noch in diesem Jahr fertig werden. Dafür hängen sie abends im Schein der Bau-Laterne ab und zu eine Überstunde ran.

Überall in der Region stehen auf den Feldern gelbe Senfpflanzen, auch sieht man stellenweise weißen Ölrettich. Zudem kann man sattgrünen Ampfer entdecken. Diese Zwischensaat-Pflanzen dienen dem Aufbau von Biomasse. Sie werden im kommenden Frühjahr als Naturdünger untergepflügt.

Noch ist dieser laue Spätherbst keine Sensation. Kreis-Landwirt Johann Knabbe sagt: "Normal ist eine Frostwoche im November." Wer weiß, vielleicht sinken die Temperaturen in den verbleibenden zwei November-Wochen ja noch unter Null und der erste Schnee bedeckt die Felder.