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Ausschuss empfiehlt Sanierung der Sporthalle Steinkirchen / Architekt zeigt Mängel auf

Architekt Christoph Frenzel (re.) zeigte den Ausschuss-Mitgliedern bei einem Rundgang die Mängel (Foto: lt)
lt. Steinkirchen. Undichte, verrottete Fenster, mangelnder Brandschutz, feuchte Wände: Die Mängelliste der in den 1980er Jahren erbauten Sporthalle am "Striep" in Steinkirchen ist lang. Architekt Christoph Frenzel von der Arbeitsgemeinschaft Architektenbüro Böhme und Frenzel aus Harsefeld gab den Mitgliedern des Bauausschusses der Samtgemeinde Lühe jetzt vor Ort einen Überblick über den Zustand der Halle.
Am Ende waren sich alle einig, das Sanierungskonzept weiter zu verfolgen und schnell zu handeln, um Fördermittel in Höhe von bis zu 850.000 Euro abgreifen zu können. Der Eigenanteil der Samtgemeinde würde dann noch bei knapp 500.000 Euro liegen. Im Vergleich dazu würde der Abriss und Neubau der Halle ca. fünf Mio. Euro kosten.
Frenzel kommt zu dem Ergebnis, dass es sinnvoll ist, die Halle zu sanieren, da das Gebäude in der Substanz in Ordnung sei. Mit "überschaubaren Maßnahmen" könne man die Halle herrichten. Unter anderem müsste an einigen Stellen der Estrich ertüchtigt und neue Fliesen verlegt werden, die Fassade gereinigt und imprägniert werden, Abdichtungen und Fenster erneuert sowie im Rahmen des Brandschutzes einige Türen nachgerüstet, Heizkörper neu montiert und die Holzverkleidung der Decke im Flurbereich entfernt werden.
Durch den Einbau einer Pelletsheizungsanlage würde zudem der CO2-Ausstoß um 79 Prozent reduziert werden, so Frenzel. Die Brennstoffkosten würden sich um gut die Hälfte verringern. Insgesamt würde sich nach der energetischen Sanierung der Halle der Energiebedarf im Jahr von jetzt 323 Kilowattstunden pro Quadratmeter auf 66 Kilowattstunden pro Quadratmeter verringern.
Möglich wäre außerdem die Installation einer ca. 500 Quadratmeter großen Photovoltaik-Anlage auf dem Süddach der Halle. Die Maßnahme würde allerdings zusätzlich rund 250.000 Euro kosten. Denkbar sei, das Ganze als "Bürgeranlage" zu betreiben, so Frenzel. Dazu schließen sich Bürger zu einer Betreibergemeinschaft zusammen und tragen gemeinsam die Kosten, profitieren aber auch von den Erträgen. Ausschuss-Mitglied Hauke Eckhoff (CDU), der einmal die Woche Tischtennis in der Halle spielt, regte an, dringend auch die Umkleidekabinen zu renovieren. Dem schloss sich auch Zuhörerin Ulrike Mohr (Grüne) an: "Mir ist es richtig peinlich, wenn auswärtige Vereine in unsere Halle kommen und sich unter diesen schlechten Bedingungen umziehen müssen".