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"Ausbildung light gibt es nicht"

Das Team der Sparkasse Stade-Altes Land um Ausbildungsleiterin Mona Wilhelmi (Mi.) sucht zehn bis 20 Auszubildende zum August 2017 (Foto: bc)
bc. Stade. Ein durchweg positives Fazit zogen die teilnehmenden Unternehmen und Behörden nach der Ausbildungsmesse für Finanzen, Versicherungen und öffentliche Verwaltung am Mittwoch im Berufsinformationszentrum am Schwingedeich in Stade. Entgegen dem Trend einer immer schwieriger werdenden Personalgewinnung berichteten die Ausbildungsleiter von sehr guten Gesprächen mit vielen potenziellen Bewerbern.

Die Sparkasse Stade-Altes Land sucht zum Ausbildungsstart im August 2017 zwischen zehn und 20 Auszubildende. „Das Interesse war groß. Viele Jugendliche waren mit den Eltern da“, erzählte Ausbildungsleiterin Mona Wilhelmi. Die Sparkasse brauche nach wie vor qualifizierte Kräfte. Die Ausbildung zur Bankkaufmann/frau sei anspruchsvoller geworden. Ein guter Realschulabschluss sei mindestens vonnöten. „Eine Ausbildung light gibt es bei uns nicht“, stellte Wilhelmi klar.

Der Landkreis Stade und die Hansestadt Stade informierten die jugendlichen Besucher an einem gemeinsamen Stand nicht nur über Ausbildungen zum Verwaltungsfachangestellten, sondern auch über ein dreijähriges duales Studium im Beamtenverhältnis als Inspektor-Anwärter mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Interessant vor allem für angehende Abiturienten wie Torge Vollmers. Der 17-jährige VLG-Schüler aus Stade hat bereits ein Praktikum im Rathaus absolviert und möchte im nächsten Jahr an der Kommunalen Hochschule für Verwaltung in Hannover durchstarten.

Britta Allers, zuständig für Personalgewinnung beim Landkreis Stade, berichtete Ähnliches wie Mona Wilhelmi von der Sparkasse. Man müsse sich als Arbeitgeber zwar mehr Mühe bei der Suche nach Auszubildenden machen, zu finden seien sie aber, so Allers. Ilse John, Beauftragte für Aus- und Fortbildung bei der Hansestadt Stade, sagt dazu: „Es geht ja nicht um die Quantität, sondern um die Qualität der Bewerber.“

Personalassistentin Nadine Wessels informierte über die Ausbildungsmöglichkeiten bei den Volksbanken im Kreis Stade. Um die Ausbildung attraktiver zu gestalten, lobt die Volksbank für den Jahrgangsbesten der Zwischenprüfung einen dreiwöchigen Auslandsaufenthalt in einem englischen Finanzunternehmen aus. „Als Anreiz“, sagt Nadine Wessels.

Interessant auch: Eine junge Syriern, die erst vor sechs Monaten nach Deutschland geflohen ist, absolviert derzeit ein Praktikum bei der Volksbank. Ob es später für eine Ausbildung reicht, wird sich zeigen.