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Energiesparmodell "Fifty-fifty": Schüler kämpfen gegen Klimakiller CO2

In der Buxtehuder Albert-Schweitzer-Schule lernten die Schüler u.a., wie man Energiesparlampen und Glühlampen miteinander vergleichen und deren Helligkeit messen kann (Foto: BUND Bremen)
lt/nw. Stade. Dem klimaschädlichen CO2 haben zehn Schulen aus dem Landkreis Stade vor rund einem Jahr den Kampf angesagt. Mithilfe des Energiesparmodells „Fifty-fifty“ sollen innerhalb von drei Jahren Energiesparpotenziale in den Schulgebäuden ausgelotet und ausgeschöpft werden (das WOCHENBLATT berichtete). In „Energie-Teams“ entwickelten Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrern und Hausmeistern Ideen zur Energieeinsparung und haben bereits viele Ideen umgesetzt und vielfältige Klimaschutz-Aktionen veranstaltet.
So hat das Stader Vincent-Lübeck-Gymnasium zur Beleuchtung eines Labors einen Windgenerator installiert. Zudem hat die Schule alle Whiteboards im Gebäude mit einem Standby-System verbunden, das automatisch den Standby-Strom von 17 auf 0 Watt reduziert. Dadurch werden pro Jahr ca. 900 Euro eingespart.
In den Berufsbildenden Schulen III Stade wurde eine solarbetriebene, netzunabhängige Bewässerungsanlage für den ökologischen Untersuchungsgarten der Schule installiert, in dem die Schüler außerdem Energiepflanzen anbauen, um die Effizienz verschiedener Gärsubstrate für eine geplante Mini-Biogasanlage zu erforschen.
In der Buxtehuder Albert-Schweitzer-Schule lernten die Schüler bei einem Aktionstag viel über den bewussten Umgang mit Energie. Sie erfuhren u.a., wie man Energiesparlampen und Glühlampen miteinander vergleichen und deren Helligkeit messen kann. Außerdem wurde an der Schule ein Klimafrühstück mit regionalen Produkten sowie ein autofreier Tag für Schüler und Lehrer eingeführt.
Pro Jahr wollen die Schulen gemeinsam 40.000 Euro Energiekosten und 160 Tonnen CO2 sparen und durch den verantwortungsvollen Umgang mit Strom, Wärme und Wasser ihren Energieverbrauch um rund sechs Prozent drosseln. 50 Prozent der eingesparten Energie gehen als Prämie an die jeweilige Schule.
Für ihr Engagement erhielten einige Schulen zudem Aktionsprämien. Jeweils 1.000 Euro gingen an das Vincent-Lübeck-Gymnasium in Stade, das Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld und die Berufsbildenden Schulen III in Stade. Die Albert-Schweitzer-Schule in Buxtehude und die Berufsbildenden Schulen I und II in Stade erhielten je 500 Euro. Das Geld kann in weitere Energiespar-Projekte fließen.
Im zweiten Projektjahr soll es in den Schulen einen Videowettbewerb zum Thema Klimaschutz geben. Jede Schule kann mehrere Videos einreichen, in denen sich die Schüler überlegen, wie das Klima geschützt werden kann. Die Gewinner des Wettbewerbes fahren in das Klimahaus Bremerhaven.
Koordiniert wird das Schulprojekt vom Ingenieurbüro BEKS EnergieEffizienz aus Bremen in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gebäudewirtschaft sowie der Projektleiterin Birgit Weißenborn vom Planungsamt des Landkreises Stade. Das Projekt wird zu 65 Prozent durch das Bundesumweltministerium gefördert. Es findet im Rahmen der "Initiative für den Klimaschutz in der Stader Region" (KlimaStaR) statt, die 2009 vom Landkreis angestoßen wurde.