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Bauplanungen ad acta gelegt - Gemeinde Stelle erst muss Haushaltsloch stopfen

Doris Staake und ihr Vize Friedrich Rehmann müssen ihre Hoffnung auf eine Erweiterung des Seniorenzentrums erst einmal begraben
thl. Stelle. "Es muss dringend etwas passieren, damit wir diese Einrichtung für Senioren auch in die weitere Zukunft führen können. Wir brauchen dringend mehr Platz für unsere vielfältigen Angebote für die älteren Mitbürger von Stelle mit allen Ortsteilen." Das forderte Doris Staake, Vorsitzende des Vereins "Senioren miteinander", im Juli in einem Brandbrief an die Steller Politiker (das WOCHENBLATT berichtete). Gebracht hat es nichts. Denn der Ausschuss für Kultur, Soziales und Sport empfahl jetzt, die Pläne ad acta zu legen. Gleiches gilt für die Pläne zum Bau einer Mehrzweckhalle. Zudem soll der Dorfkrug nur im kleinen Umfang saniert werden.
Grund für die Entscheidung: Die lange Jahre als finanziell gesund geltende Gemeinde hat kein Geld mehr. Schon jetzt steht fest: Im Haushalt 2016 muss ein großes Loch gestopft werden. Das nicht ausgeglichene Zahlenwerk verzeichnet ein Minus von rund 721.000 Euro. Das erfuhren die Politiker am Montagabend im Finanzausschuss. Tenor: Die Gemeinde muss sich ernsthafte Gedanken über ihre zukünftige finanzielle Leistungsfähigkeit machen, denn in der Finanzplanung steht erst für 2019 wieder ein geringer Überschuss.
Dabei waren die Zahlen für die Maßnahme, die die Verwaltung vorlegte, für die Politik zu groß. 287.000 Euro für das Seniorenzentrum, zwischen 373.000 und 800.000 Euro für den Dorfkrug sowie ein noch nicht genannte hohe sechs- wenn nicht sogar siebenstellige Summe für die Mehrzweckhalle. Während die Mehrzweckhalle eine komplette Abfuhr erhielt, soll das Seniorenzentrum in die Überplanung des Ortskerns rund um das Rathaus mit einfließen. Wann diese allerdings angepackt wird, ist derzeit noch offen.