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"Verfahren ganz einstellen" - Diskussion um Biogasanlagen-Erweiterung reißt nicht ab

Die Diskussion um die geplante Erweiterung der Biogasanlage geht unvermindert weiter
thl. Stelle. Das Verfahren um die geplante Erweiterung der Biogasanlage an der Lohchaussee ist durch einen Mehrheitsbeschluss im Verwaltungsausschuss der Gemeinde für die nächsten Monate ausgesetzt (das WOCHENBLATT berichtete). Doch die Diskussion um die Anlage ebbt nicht ab. Während die SPD noch einmal ihren Standpunkt deutlich macht, plädieren die Grünen für eine komplette Einstellung des Planverfahrens.
"Es geht uns um nachhaltigen Gewässerschutz", sagt Michael Feske, Vorsitzender des Steller SPD-Ortsvereins. Es sei bekannt, dass Gärreste aus der Biogasanlage, die als Dünger benutzt werden und Gülle bei Überdüngung zu einem höheren Nitratanteil im Grundwasser führen würden. "Deswegen hat unser Ratsmitglied Jürgen Neubauer bereits Ende 2013 damit begonnen, von den zuständigen Behörden und der Gemeinde die Wasserwerte der vergangenen Jahre anzufordern", so Feske weiter. "Das ist aber nur bedingt gelungen. Deswegen hatten wir gar keine andere Möglichkeit, als die Aussetzung des Planverfahren für die Anlage zu beantragen." Denn es sei wichtig - auch zum Schutz der nachfolgenden Generationen - ein "nachhaltiges Wassergutachten" einzuholen.
Matthias Glage, Sprecher der Grünen im Gemeinderat, spricht sich grundsätzlich gegen eine Erweiterung der Biogasanlage aus. Begründung: Der Flächennutzungsplan sehe an der Lohchaussee kein Gewerbe vor und die 40 Einwendungen der Anwohner würden nicht berücksichtigt. "Zudem müsse der Vermaisung der Landschft Einhalt geboten werden. Nicht zuletzt, weil durch den immer stärkeren Maisanbau immer weniger andere Lebensmittel angebaut werden", so Glage.